Bienenfreundliche Landwirtschaft sichert Artenvielfalt und Ernährung

Internationaler Imkerkongress

Höfken setzt sich für bienenfreundliche Landwirtschaft ein

Echternach (Lux.), 14.08.12. Beim 87. Internationalen Imkerkongress im luxemburgischen Echternach hat Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken am Freitag die Bedeutung der Imkerei für die Artenvielfalt und die Kulturlandschaften hervorgehoben: „Nicht allein aufgrund der Honigproduktion ist die Imkerei so wertvoll. Mit der Bestäubung von Blühpflanzen leisten Bienen einen unschätzbaren Beitrag für den Erhalt unserer artenreichen Natur- und Kulturlandschaften. Der Landwirtschaft ermöglichen sie eine reiche Ernte zum Beispiel von Obst, Hülsen- und Ölfrüchten“, betonte die Ministerin. Deshalb setze sich die rheinland-pfälzische Landesregierung auf allen politischen Ebenen für eine bienenfreundliche Landwirtschaft ein.

Die Ministerin hob hervor, dass das Imkereiwesen in Rheinland-Pfalz mit rund 4700 Imkerinnen und Imker gerade in ländlich geprägten Regionen fest verankert sei. Froh sei sie über das vom Land getragene Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen, das hervorragende Beratungs- und Forschungsarbeit etwa in Sachen Bienengesundheit leiste. „Umwelt- und Agrarpolitik ist immer auch Bienenpolitik“, betonte Höfken und skizzierte ihre Anstrengungen für eine bienenfreundliche Landwirtschaft. So habe die Landesregierung die Fördermittel für Agrarumweltmaßnahmen erhöht, um ökologischen Landbau, die Anlage von Saum- und Bandstrukturen im Ackerbau und vielfältige Fruchtfolgen voran zu bringen. „Zudem stehen wir für Gentechnikfreiheit der Land- und Lebensmittelwirtschaft“, betonte Höfken.

Von der Bundesregierung habe sie Regelungen gefordert, um den Eintrag von Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen in Imkereiprodukte zu verhindern – was bislang leider nicht gefruchtet habe. Im Zuge der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa setze sich die rheinland-pfälzische Landesregierung für ein umfassendes „Greening“ der Direktzahlungen an die Landwirte ein. Zudem müsse ein starkes Budget für die Umweltfördermaßnahmen sichergestellt werden. „Dies sind wichtige Voraussetzungen, um die Nahrungsquellen für Bienen zu erhalten und auszubauen“, so Höfken.

Bei den Imkerinnen und Imkern bedankte sich die Ministerin für ihren Einsatz: „Vorbildlich ist Ihre Leistung nicht zuletzt im Hinblick auf das wertvolle Naturprodukt Honig, dass sie regional erzeugen und vielfach auch regional vermarkten.“ Die Imkerei bediene das zunehmende Bedürfnis der Menschen nach Regionalität und trage dazu bei, dass Lebensmittel mehr Wertschätzung erfahren.

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