Mehr Patienten und kürzere Verweildauer

Gesundheit

890.000 Behandlungsfälle in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern – Durchschnittliche Verweildauer nur noch bei 7,6 Tagen

Bad Ems, 17.09.12. In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern ist im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle angestiegen.

Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag sie im Jahr 2011 bei 890.729 und damit 1,4 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Eine Ursache ist die wachsende Zahl älterer Menschen, bei denen überdurchschnittlich häufig Krankenhausbehandlungen erforderlich werden. Trotz des Anstieges der Behandlungsfälle entspricht die Zahl der Behandlungstage mit gut 6,75 Millionen dem Vorjahresniveau. Im Ergebnis sank die durchschnittliche Verweildauer je Patientin und Patient auf 7,6 Tage, den niedrigsten Wert seit der erstmaligen Erhebung der Krankenhausstatistik im Jahr 1990. Im Jahr 1999 hatte die Verweildauer noch bei 9,9 Tagen gelegen. Ursachen hierfür sind – neben Reformen im Gesundheitswesen, die auf mehr Effizienz zielen – auch medizinische Fortschritte in Form neuer oder verbesserter Behandlungsmethoden.

Den Patientinnen und Patienten standen im Jahresdurchschnitt 2011 insgesamt 25.375 Betten zur Verfügung; damit liegt die Zahl der Betten leicht unter dem Vorjahresniveau (minus 0,3 Prozent). Über die Hälfte der aufgestellten Betten entfiel auf die Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie.

Die Zahl der ambulanten Operationen nahm weiter zu und lag bei 76.372 (plus 2,4 Prozent gegenüber 2010). Damit ist die Zahl der ambulanten Operationen viermal größer als bei der erstmaligen Erhebung dieses Merkmals im Jahr 2002 (rund 18.000 ambulante Operationen). Unter einer ambulanten Operation versteht man bestimmte chirurgische Leistungen, die in der Praxis oder im Krankenhaus ohne anschließende Übernachtung (Hospitalisation) erbracht werden.

In 2011 waren im Jahresdurchschnitt 6.177 Ärztinnen und Ärzte in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern beschäftigt; das waren 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Pflegedienst stieg die Zahl der Vollkräfte auf 15.543 (plus 2,9 Prozent).

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser die Daten an das Statistische Landesamt. Das ärztliche und nichtärztliche Personal wird in Vollkräften ausgewiesen. Vollkräfte geben die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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