Großregion baut Mobilitätsplattform auf

Die Europäische Union investiert in Ihre Zukunft

Start des INTERREG-Projektes Auf dem Weg zur „Mobilitätszentrale der Großregion“

20.09.12 Mit dem freien Personenverkehr gehört mittlerweile die Herausforderung der grenzüberschreitenden Mobilität zum Alltag der Großregion. Nur 30.000 der 200.000 täglichen GrenzpendlerInnen benutzen heute eine ÖPNV-Verbindung, um auf die andere Seite der Grenze zu kommen. Es gibt jedoch schon ein vielfältiges stetig steigendes Angebot von grenzüberschreitenden ÖPNV-Linien, sei es lokal oder überregional, mit dem Bus oder mit der Bahn. Allerdings müssen die Alternativen zum persönlichen Pkw an Transparenz gewinnen, wenn die Fahrten innerhalb des größten europäischen grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes erleichtert werden sollen.

Die KundInnen stehen vor einem oft unübersichtlichen Angebot im Bereich des grenzüberschreitenden ÖPNV. Die für eine einmalige Reise notwendigen Informationen müssen zuerst bei den jeweiligen regionalen Informationsplattformen der Großregion gesammelt werden. Die kürzeste, schnellste oder günstigste Verbindung ist folglich schwer ergründbar. Die Koordinierung erweist sich horizontal zwischen unseren vier Ländern und zum Teil auch vertikal zwischen den lokalen und nationalen Verkehrsanbietern als dringend erforderlich.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche setzen sich die Akteure des ÖPNV in der Großregion für eine verbesserte Information der GrenzgängerInnen ein. Luxemburg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und die Wallonie investieren in ein europäisches Projekt über eine „Gemeinsame Kommunikationsstrategie des grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehrs in der Großregion“.

Mit der Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und auf Initiative des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion (WSAGR) wird eine halbe Million Euro investiert, um die grenzüberschreitende Kommunikation des ÖPNV-Angebotes in der Großregion zu fördern. Die Herausforderung dieses INTERREG-Projektes besteht also hauptsächlich darin, durch eine einheitliche Marke und eine internetbasierte Fahrplanauskunft die zahlreichen Betreiber von Bus- und Bahnlinien im Ballungsraum der Großregion transparent darzustellen. Ein gemeinsames Erscheinungsbild des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs soll mit Designvorgaben der Dachmarke verstärkt werden. Jeder interessierte Nutzer des ÖV soll einen detaillierten Fahrplan der gewünschten Strecke bekommen, unabhängig davon, ob er sich im grenznahen Bereich bewegt oder ob er eine, zwei oder sogar drei Grenzen überquert. Spätestens in zwei Jahren soll eine gemeinsame Internetseite zu den bestehenden regionalen Plattformen hinzukommen und Informationen über Dauer, Uhrzeiten und Umsteigemöglichkeiten bezüglich der Verbindungswünsche bereitstellen. Letztlich soll die „Mobilitätszentrale der Großregion“ ein integriertes Informationssystem anbieten und damit Mobilitätsbarrieren in der Großregion überwinden.

Der Verkiersverbond Luxemburg, die Verkehrsmanagement-Gesellschaft Saar, das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur von Rheinland-Pfalz, das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der Verkehrsverbund Region Trier, der Conseil Régional von Lothringen, das französische Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswesen, die belgische Provinz Luxemburg, die Société régionale wallonne du Transport und die Region Wallonie zeigen sich in diesem Projekt grenzenlos und mobil.

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