Persionalie mit Geschmäckle bei DFS

Karrieremaschine Flughäfen

Staatssekretär wechselt zur DFS (Deutsche Flugsicherung)

Mainz, 20.09.12 Zum Wechsel von Klaus-Dieter Scheurle zur DFS erklärt Michael Hartmann, MdB:

„Seit dem 20.09. ist offiziell bekannt, dass der verbeamtete Staatssekretär im Verkehrsministerium Klaus-Dieter Scheurle das Ministerium verlässt. Er wird die Nachfolge von Dieter Kaden als Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS antreten.

Wieder einmal stellt Minister Ramsauer die Bedürfnisse der Wirtschaft über die Bedürfnisse der Lärmbetroffenen. Außerdem scheint es Strategie dieser Bundesregierung zu sein, vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr möglichst viele gutbezahlte Posten neu zu besetzen.

Der Wechsel von Herrn Scheurle sollte der Bevölkerung klar machen, dass sie sich im Kampf gegen den Lärm keinerlei Hilfe von der Bundesregierung erwarten können.

Die neue Aufgabe sichert Herrn Scheurle nicht nur ein vielfach höheres Gehalt, sondern verstärkt die Verknüpfung zwischen DFS, der Wirtschaft und dem Ministerium. Anstatt die daraus resultierenden Probleme zu erkennen und abzustellen, verstärkt Minister Ramsauer diese noch durch seine Personalpolitik.

Der aktuelle Fall war nicht die erste bemerkenswerte Personalie im Zusammenhang mit der DFS und dem Ausbau des Flughafens:

Die Bedenken, die Neutralität der DFS sei durch eine zu große Nähe zur Wirtschaft gefährdet, wurden ebenfalls durch eine Personalentscheidung bestätigt. Der scheidende Vorsitzende der Geschäftsführung Dieter Kaden wurde Gründungspräsident des Branchenverbandes der deutschen Luftfahrtwirtschaft.

Nachdem sich Roland Koch als Ministerpräsident massiv für den Ausbau des Flughafens stark gemacht hatte, wechselte er nach seinem Abtritt zu Bilfinger-Berger. Der Baukonzern erhielt den 80 Millionen Euro umfassenden Auftrag für den Bau der Nordwestbahn.“

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