Mutterschutz in Deutschland und Luxemburg unterschiedliches Recht

Deutsch-luxemburgische Broschüre zum Mutterschutz veröffentlicht

Koblenz, 24.09.12 Die grundsätzlichen Anforderungen zum Schutz werdender Mütter bei der Arbeit sind in einer europäischen Richtlinie festgelegt. Darüber hinaus können die Mitgliedsstaaten zusätzliche Anforderungen festlegen. Deshalb gibt es unterschiedliche Regelungen zum Schutz werdender Mütter in Deutschland und Luxemburg.

Die neue Broschüre stellt die wesentlichen Unterschiede dar und erläutert die Pflichten von Arbeitnehmerinnen, Arbeitgebern und Ärzten.

Jeden Tag pendeln in der Grenzregion Trier-Luxemburg viele in Deutschland lebende Menschen nach Luxemburg zur Arbeit. Beim Arbeitsschutz gelten die Vorschriften des Beschäftigungsortes. Insbesondere beim Schutz werdender Mütter bei der Arbeit führte das immer wieder zu Problemen. Gynäkologen aus der Region Trier haben sich mehrfach an die Trierer Regionalstelle Gewerbeaufsicht der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord gewandt. Von ihnen ausgestellte Beschäftigungsverbote nach dem Mutterschutzgesetz wurden in Luxemburg nicht anerkannt.

Die SGD Nord hat sich deshalb mit der Luxemburgischen Arbeitsinspektion (Inspection du Travail et de Mines) und dem Luxemburgischen Gesundheitsministerium (Direction de la Santé – Division de la Santé au Travail) ausgetauscht. Aus dieser Zusammenarbeit ist die Broschüre „Vorschriften zum Schutz werdender Mütter bei der Arbeit – Wesentliche Unterschiede zwischen deutschem und luxemburgischem Recht“ entstanden.

Die Broschüre kann auf der Homepage der SGD Nord heruntergeladen oder in Papierform angefordert werden:

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord

Regionalstelle Gewerbeaufsicht

Deworastraße 8

54290 Trier

Telefon: 0651/ 4601-0

E-Mail: poststelle24@sgdnord.rlp.de

Download:

http://www.sgdnord.rlp.de/aktuelles/aus-den-abteilungen/informationen-der-gewerbeaufsicht/

Die Broschüre wird in der Grenzregion in Deutschland auch bei Gynäkologen erhältlich sein und auf luxemburgischer Seite durch das dortige Gesundheitsministerium verbreitet werden.

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