Malu Dreyer fordert Beschäftigungspolitik für Behinderte bundesweit

Behinderte Menschen

Dreyer: Beschäftigung schwerbehinderter Menschen verbessern

Mainz, 25.09.12. Zum heutigen Auftakt des Treffens der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder am 25. und 26. September in Mainz trat die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer für weitere Initiativen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein. Rheinland-Pfalz habe mit dem Budget für Arbeit und den über 70 Integrationsbetrieben bundesweit vorbildliche Projekte entwickelt, die nun auf Bundesebene verankert werden müssten, sagte die Ministerin bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Für über 800 behinderte Menschen konnten wir in den vergangenen Jahren Arbeitsplätze in den mittlerweile über 70 Integrationsfirmen schaffen. Für über 200 Menschen konnten wir mit dem Budget für Arbeit, bei dem Arbeitgeber einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent der Lohnkosten bekommen, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt statt einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen schaffen. Und mit Boehringer Ingelheim haben wir in Rheinland-Pfalz eines der ersten Unternehmen, die einen Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verabschiedet haben“, erklärte Malu Dreyer. Rheinland-Pfalz war das erste Bundesland, das zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention einen Aktionsplan verabschiedet hat, und dessen Umsetzung spüre man an vielen Stellen des Landes, wo sich viele verschiedene Akteure für die Inklusion stark machen.

„Obwohl die Zahl der schwerbehinderten arbeitslosen Menschen seit Ende der 90er Jahre in Rheinland-Pfalz um über 25 Prozent gesenkt werden konnte, haben wir angesichts von rund 6.600 schwerbehinderten Arbeitslosen und über 14.000 behinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, noch sehr viel zu tun“, so Malu Dreyer. „Vor allem danke ich aber den Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder dafür, dass sie immer wieder noch bestehende Benachteiligungen aufzeigen und konstruktiv an Lösungen mitarbeiten. Diese Kultur der Beteiligung behinderter Menschen hat in Rheinland-Pfalz einen ganz hohen Stellenwert, was nicht zuletzt die Tatsache zeigt, das hier schon über 25 Zielvereinbarungen mit Unternehmen zur Verbesserung der Teilhabe und Barrierefreiheit abgeschlossen wurden“, so die Ministerin.

Im Mittelpunkt des von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und dem rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul koordinierten Treffens der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder in Mainz steht das Thema Arbeit für Menschen mit Behinderungen im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention.

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