Fortschritte bei der Teilhabe gehörloser und schwerhöriger Menschen

Internationaler Tag der Gehörlosen

Dreyer/Miles-Paul: Teilhabe gehörloser Menschen weiter verbessern

Mainz, 28.09.12 Anlässlich des Internationalen Tages gehörloser Menschen treten die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer und der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ottmar Miles-Paul, dafür ein, dass die Teilhabe gehörloser und schwerhöriger Menschen weiter verbessert wird. Der Tag der Gehörlosen wird traditionell am letzten Sonntag im September begangen. „Ich freue mich, dass die Belange von gehörlosen und schwerhörigen Menschen zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen und auch in diesem Jahr verstärkt Angebote für die Teilhabe der Menschen am öffentlichen Leben gemacht werden“, sagte Dreyer.

Barrierefreie Kommunikation durch Gebärdensprachdolmetschen und Höranlagen seien für gehörlose und hörbehinderte Menschen der Schlüssel für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Hierfür gebe es ermutigende positive Beispiele, so Dreyer. „In Koblenz wurden Stadtführungen mit Gebärdensprachdolmetschern und Höranlagen angeboten. Der gehörlose Künstler Dieter Fricke hat erfolgreich seine beeindruckenden Bilder im Heimatmuseumheim Undenheim ausgestellt. Mit seinen Bildern schafft Dieter Fricke einen künstlerischen Zugang zur Welt gehörloser Menschen. Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat einen Gebärdensprachkurs für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung angeboten, um die Kommunikation mit gehörlosen Menschen zu verbessern. Damit setzt die Verbandsgemeinde eine Maßnahme ihres Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention um. Das sind einige Highlights, die das Leben für alle Menschen in Rheinland-Pfalz bereichern“, erklärte Malu Dreyer. Die Tatsache, dass sich die Vereinbarung für die Vermittlung von Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern in Rheinland-Pfalz bewährt habe, sei zudem erfreulich, so dass verlässliche Kommunikationshilfen für gehörlose Menschen zur Verfügung stehen.

„Mit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen haben wir uns auch in Deutschland dazu verpflichtet, Kommunikationshilfen für schwerhörige und gehörlose Menschen für eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Auch wenn es dafür noch sehr viel zu tun gibt, sehe ich uns hier in Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg“, erklärte der Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul. Zehn Jahre nach der Anerkennung der Gebärdensprache als gleichberechtigte Sprache im Landesgesetz zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen sei es wichtig, dass die Gebärdensprache nun verstärkt mitten in der Gesellschaft ankommt.

Gebärdensprache, UN-Behindertenrechtskonvention

This entry was posted in Allgemein and tagged , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.