DGB fordert Solidarität zum Tag der Deutschen Einheit

Tag der Deutschen Einheit

DGB Rheinland-Pfalz ruft zu Solidarität auf

Mainz, 03.10.12. Der DGB Rheinland-Pfalz ruft zum Tag der Deutschen Einheit zu mehr Solidarität in der Gesellschaft auf. „Die deutsche Einheit zeigt, dass es gelingen kann, Teilung zu überwinden“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid am Dienstag in Mainz. Nach der Überwindung der Teilung Deutschlands in Ost und West sei die Überwindung der Teilung der Gesellschaft in Arme und Reiche die nächste große Herausforderung.

Die Schere zwischen Arm und Reich sei gerade in der Finanzkrise weiter auseinandergegangen, sagte Muscheid weiter. In Rheinland-Pfalz liege die Armutsgefährdungsquote, die ein Indikator für ungleiche Einkommensverteilung ist, inzwischen bei 16,1 Prozent. „Die Gesellschaft driftet auseinander. Das betrifft weniger Nord und Süd oder Ost und West, sondern das ,Oben’ und ,Unten’ in unserer Gesellschaft.“ Die Politik der vergangenen Jahre habe insgesamt dazu beigetragen, die Teilung zu vergrößern. Es sei wichtig, dass auch die Wohlhabenden einen Beitrag zu mehr Einheit in der Gesellschaft leisteten.

Die Einheit habe gezeigt, dass Solidarität Kräfte entfalten könne, die zu großen Veränderungen führten, sagte Muscheid weiter. Sich friedlich zu engagieren, zu demonstrieren und Protest zu äußern sei nicht umsonst, sondern im Gegenteil ein wichtiger Bestandteil für das Funktionieren der Demokratie. Ziel müsse es sein, das Soziale in der Marktwirtschaft wieder stärker zu betonen. Bestrebungen zum Aufbau einer „marktkonformen Demokratie“ stünden dem Anspruch von Einigkeit und Recht und Freiheit diametral gegenüber. „Wir brauchen stattdessen demokratiekonforme Märkte. Es kann nicht sein, dass sich nur einige Wenige im Land inzwischen alle Freiheiten nehmen.“

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