Wahlalter mit 16

Wahlalter: Senken oder beibehalten?

Fachveranstaltung „Absenken des Wahlalters: Beteiligung oder Kosmetik?“ am Mittwoch, 17. Oktober 2012 um 14.00 Uhr in Mainz / Eintritt frei

Mainz, 04.10.12 Unter dem Motto „Einmischen erwünscht“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zur Fachveranstaltung „Absenken des Wahlalters: Beteiligung oder Kosmetik?“ am Mittwoch, dem 17. Oktober 2012 nach Mainz ein. Von 14.00 – 17.00 Uhr stehen im Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6) Analyse und Diskussion zum Thema im Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei!

Nach der Begrüßung durch Marianne Rohde, stellvertretende Direktorin der Landeszentrale, geht es mit der Show-Debatte „Wählen ab 16 – Pro und Contra“ von Mitgliedern des Debattierclubs der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz weiter. Anschließend stellt Dr. Jan Kercher, Kommunikationswissenschaftler von der Universität Stuttgart-Hohenheim, die Ergebnisse seiner experimentellen Studie zum Wahlrecht ab 16 „Fit für`s Wählen?“ vor.

Zum Abschluss erhalten drei Mitglieder der Enquete-Kommission „Aktive Bürgerbeteiligung für eine starke Demokratie“ des rheinland-pfälzischen Landtags das Wort: – Martin Haller, MdL, SPD, Fraktions-Obmann in der Enquete-Kommission – Marlies Kohnle-Gros, MdL, CDU, stellv. Vorsitzende der Enquete-Kommission und – Pia Schellhammer, MdL, Bündnis’90/DIE GRÜNEN, Vorsitzende der Enquete-Kommission.

Es moderiert Beatrix Reiss vom Südwestrundfunk.

Zur Veranstaltung Während die einen im „Wählen ab 16“ eine wichtige Möglichkeit sehen, Jugendliche in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen und der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, weisen die Gegner darauf hin, dass Jugendliche unter 18 Jahren noch nicht reif für einen Wahlakt und zu leicht beeinflussbar seien. Das Thema sei auch nicht ohne gleichzeitige Debatte über die Volljährigkeitsgrenze zu führen. Glaubt man der Jugend Shell-Studie 2010 stehen die Betroffenen selbst der Absenkung des Wahlalters zu 56 Prozent skeptisch gegenüber – trotz politischen Interesses und einer hohen Bereitschaft, sich an Aktionen und Aktivitäten zu beteiligen.

Dr. Jan Kercher studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim und der University of British Columbia, Vancouver. Seine Schwerpunkte sind politische Kommunikation, Verständlichkeitsforschung und Experten-Laien-Kommunikation. Promotion 2011 zum Thema „Verstehen und Verständlichkeit von Politikersprache“. Wissenschaftspreis des Universitätsbundes Hohenheim e.V., Lehrpreis der Universität Hohenheim 2012.

Bürgerbeteiligung

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