Heilige Hildegard jetzt auch Kirchenlehrerin

Heilige Hildegard jetzt auch Kirchenlehrerin

Mainz, 06.10.12 Über 800 Jahre nach ihrem Tod wird Hildegard von Bingen am 7. Oktober 2012 durch Papst Benedikt XVI in Rom feierlich zur Kirchenlehrerin erhoben. Nach ihrer Aufnahme in den Heiligen Kalender im vergangenen Mai ist dies bereits die zweite Ehrung, die der rheinland-pfälzischen Gelehrten in diesem Jahr zuteil wird.

Besonders groß ist die Freude an den Stätten ihres Wirkens im Raum Bingen und Rüdesheim sowie an der mittleren Nahe. Mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen wird die Mystikerin, Äbtissin und Autorin gefeiert. Die weise Heilige vom Rhein gilt vielen noch heute als Heilerin mit seherischen Fähigkeiten.

Der großen Wertschätzung des Papstes hat Hildegard von Bingen nun ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin zu verdanken. Damit gehört sie zu den wichtigsten und einflussreichsten TheologInnnen der katholischen Kirche.

Die Heilige hat zwei Erinnerungsorte in Rheinland-Pfalz: die Ruine des Klosters Dissibodenberg bei Odernheim, Landkreis Bad Kreuznach. Dort lebte sie 40 Jahre in der Frauenabteilung des Klosters bis sie bei Bingen, dem zweiten Erinnerungsort, ein eigenes Benediktinerinnen Kloster gründete. Von hier aus unternahm sie, ungewöhnlich für die Zeit, Predigtreisen. Als Frau durfte sie nicht in den Kirchen predigen, sondern predigte vor den Kathedralen, beispielsweise in Straßburg oder Köln. In ihrenn Predigten forderte sie Mäßigung von Adel und Klerus, predigte den liebenden statt den strafenden Gott.

Im Volksglauben ist sie durch ihre Kräuter- und Ernährungslehre besonders beliebt. Auch die Bedeutungen und Wirkungen die sie den an der Nahe gefundenen Halbedelsteinen unterstellte, haben in heutigen esoterischen Kreisen Wirkung.

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