Kläranlage produziert sauberes Wasser und Öko-Strom

Neue Kläranlage der Verbandsgemeinde Westerburg eingeweiht – Projekt mit Vorbildfunktion

Westerburg/Mainz, 06.10.12. Umweltstaatssekretär Thomas Griese hat am Freitag die neu errichtete Gruppenkläranlage der Verbandsgemeinde Westerburg eingeweiht. „Die Anlage stellt eine nachhaltige und wirtschaftliche Abwasserbehandlung im Einzugsgebiet sicher. Das Projekt hat Vorbildfunktion für Rheinland-Pfalz und über die Landesgrenzen hinaus“, sagte Griese bei der offiziellen Inbetriebnahme. Nach rund vierjähriger Bauzeit mit Investitionen in Höhe von 12,5 Millionen Euro wird in der Anlage nun das gesamte Abwasser für den Einzugsbereich der Region Westerburg/Gemünden gereinigt. Im Jahr 2014 werden weitere Gemeinden angeschlossen. Das Land hat den Neubau mit Fördermitteln in Höhe von sechs Millionen Euro unterstützt. Weitere drei Millionen Euro sind für die noch ausstehenden Maßnahmen eingeplant.

Die neue Anlage ist für Abwässer der beiden Verbandsgemeinden Westerburg und Rennerod konzipiert. „Das Projekt ist daher auch ein gutes Beispiel für eine zukunftsweisende Kooperation über politische Grenzen hinweg. Wir brauchen solche Kooperationen, um die Kläranlagen auch im Hinblick auf den demografischen Wandel langfristig finanzieren zu können“, so der Staatssekretär.

Durch die Nutzung der sogenannten Faulungstechnik kann der Klärschlamm der neuen Anlage als Energieressource genutzt werden. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch gesenkt und die zu entsorgende Klärschlammmenge reduziert. Das Planungsbüro hat für dieses Konzept den Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2012 erhalten.

Bei dem Neubau wurde auf Energieeffizienz hohen Wert gelegt. So trägt ein Blockheizkraftwerk neuester Generation zur Stromerzeugung bei.

Dass die Flüsse und Bäche in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren wieder sauberer geworden sind, sei vor allem auf den kontinuierlichen Ausbau von Kläranlagen zurückzuführen. „Jedoch erreichen etwa 73 Prozent unserer Gewässer nicht den von der EU vorgeschriebenen guten Zustand. Daher gibt es noch viel zu tun“, so Griese. Eines der wichtigsten Instrumente der Landesregierung sei dabei das Gewässer-Renaturierungs-Programm „Aktion Blau Plus“. Zudem seien weiterhin Investitionen in die Abwasserwirtschaft notwendig. Dies betreffe vor allem Maßnahmen bei vorhandenen Anlagen und in einigen wenigen Kommunen auch bei der Erstausstattung. Deshalb habe Ministerin Höfken veranlasst, dass Kommunen, die noch nicht mit Kläranlagen ausgestattet und mit besonders hohen Abwasserentgelten belastet sind, eine Sonderförderung erhalten.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.