Nicht ein Leben lang Teilzeit

Teilzeit-Falle überwinden – SPD-Fraktion macht Netzwerke für Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Thema im Landtag

Mainz, 08.10.12. „Ob sich Familie und Beruf vereinbaren lassen, hängt in hohem Maße von den konkreten Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz ab“, so Petra Elsner, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind auf die Kooperation mit Betreuungseinrichtungen und anderen Dienstleistern angewiesen, um den Bedürfnissen von Familien entgegenkommen zu können“, so Elsner. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz soll die Landesregierung deshalb in der Oktobersitzung des Gleichstellungs-Ausschusses über die Erfahrungen aus den ersten regionalen Netzwerktreffen zum Thema berichten, die neue Impulse für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben sollen. Die SPD-Abgeordneten im Gleichstellungsausschuss setzen hohe Erwartungen in diese Netzwerk-Arbeit.

Elsner: „Wegweisende Beispiele für die Möglichkeiten familienorientierter Personalpolitik gibt es insbesondere in Unternehmen, deren Personalverantwortliche die Situation von Müttern aus eigener Erfahrung kennen. Solche Vorbilder sollten andere Unternehmen zu weiteren Fortschritten motivieren. Nicht zuletzt liegt es auch im eigenen Interesse der Firmen, ihren weiblichen Beschäftigten gute langfristige Perspektiven zu geben. Dennoch ist klar, dass noch viele gemeinsame Anstrengungen notwendig sind, um das große Ziel zu erreichen: dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer ihr Arbeitspensum und ihre Arbeitszeiten an den Bedürfnissen ihrer aktuellen Lebensphase ausrichten können, ohne auf Dauer in der Teilzeitfalle zu landen und ihr weiteres berufliches Fortkommen oder ihre Altersversorgung aufs Spiel zu setzen. Dazu brauchen wir zum Einen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten längerfristig als Teil ihres Unternehmens betrachten und eine Personalentwicklungsstrategie betreiben, die weit über den Tag hinaus reicht. Zum Anderen müssen alle Akteure, die hier zu günstigeren Rahmenbedingungen beitragen können, an einem Strang ziehen – zum Beispiel, wenn es um den gemeinsamen Aufbau von Kinderbetreuungs- oder Fortbildungsangeboten geht. Dass die Landesregierung sich im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen für eine solche Vernetzung einsetzt, ist ein wichtiger Beitrag. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg.“

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