Mädchen sollen sich zu eigenständigen starken Persönlichkeiten entwickeln

Elsner: Erster Welt-Mädchentag am 11. Oktober ist ein wichtiges Signal

Mainz, 10.05.12 „Dass am 11. Oktober erstmals ein Welt-Mädchentag der Vereinten Nationen stattfindet, ist ein wichtiges Signal“, so Petra Elsner, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Wir müssen uns stärker ins Bewusstsein rufen, wie Mädchen in vielen Ländern von Geburt an diskriminiert und ausgebeutet werden. Zwar werden in der UN-Kinderrechtskonvention die eigenen Rechte der Mädchen und Jungen betont – doch damit sind die Probleme nicht vom Tisch.“

In einigen Teilen der Welt werde den Mädchen ein Zugang zur Bildung und Arbeitswelt verwehrt. Die mangelnde Förderung habe zur Folge, dass die Mädchen in ihrer Entwicklung gehemmt, dauerhaft kleingehalten und in Abhängigkeit getrieben würden. Zu nennen seien außerdem ausbeuterische Kinderarbeit sowie geschlechtsspezifische Diskriminierungen wie Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Gewalt gegen Mädchen.

„Doch auch hier vor der eigenen Haustür müssen wir uns immer wieder gemeinsam Gedanken über bestehende Nachteile für Mädchen machen“, so Elsner. „Zum einen gilt es, sie von klein auf bei der Entfaltung ihrer Talente zu unterstützen, ohne sie durch althergebrachte Geschlechterrollen zu bevormunden. Zum anderen müssen vor allem Mädchen wirksam vor sexualisierter Gewalt geschützt werden, die ihnen nach wie vor auch im engen sozialen Umfeld droht. Dabei sind Politik, zivilgesellschaftliche Gruppen und couragierte Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gefragt.“ Es gelte, niedrigschwellige Hilfen anzubieten und Tabus aufzubrechen.

„Wir wollen, dass sich Mädchen zu starken Persönlichkeiten entwickeln können – in unserem Land und in anderen Teilen der Welt“, erklärt Elsner. Die erschreckenden Missstände in anderen Kulturen sind in ihren Augen auch ein Hinweis darauf, dass die hiesigen Fortschritte bei Gleichstellung und Mädchenförderung nicht so leicht als selbstverständlich oder gar gesichert betrachtet werden dürfen. „Am Welt-Mädchentag sollten wir uns auch bewusst machen, wie lange und wie hart jede einzelne unserer Errungenschaften erkämpft werden musste – und wie wichtig es folglich ist, sich weiterhin für die Rechte und Entwicklungschancen von Mädchen einzusetzen.“

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