Betriebsverfassungsgesetz heute sechzig Jahre alt

60 Jahre Betriebsverfassungsgesetz

Muscheid: Betriebliche Mitbestimmung ein Erfolgsmodell / Dank an Betriebs- und Personalräte im Land

Mainz, 11.10.12. Der DGB Rheinland-Pfalz sieht in der betrieblichen Mitbestimmung ein Erfolgsmodell: „Das Betriebsverfassungsgesetz und die betriebliche Mitbestimmung sind zu elementaren Bestandteilen der sozialen Marktwirtschaft und der Unternehmenskultur in Deutschland geworden“, sagte DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid heute in Mainz anlässlich des 60jährigen Geburtstages des Betriebsverfassungsgesetzes. Heute vor 60 Jahren, am 11. Oktober 1952, trat es in Kraft. Grundlegende Neuerungen gab es vor 40 Jahren, im Jahr 1972, und im Jahr 2001.

Muscheid: „Mitbestimmung stärkt die Zusammenarbeit der Beschäftigten, fördert Zufriedenheit, Motivation, Kreativität und Innovation auf hohem Niveau sowie eine starke Identifikation der Beschäftigten mit ‚ihrem’ Unternehmen.“ Deutschland sei auch dank der engen Zusammenarbeit von Betriebs- und Personalräten, Gewerkschaften und Unternehmensführungen besser als andere Länder durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Die betriebliche Mitbestimmung sei auch in europäischer und internationaler Perspektive ein wichtiger Standortfaktor für die Unternehmen im Land und spreche für den Erfolg beteiligungsorientierter Konzepte, sagte Muscheid weiter.

Das Betriebsverfassungsgesetz als Grundlage der Mitbestimmung werde getragen vom großen Engagement der bundesweit rund 500.000 Betriebs- und Personalratsmitglieder in über 100.000 Gremien. Ihrer Ausdauer, ihrem Mut und ihrem Einsatz für die Beschäftigten, gebühre großer Dank, Anerkennung und Wertschätzung. „In Zeiten einer sich rasch verändernden Arbeitswelt wissen Betriebs- und Personalräte am besten, ‚wo der „Schuh drückt“. Sie beteiligen sich an nachhaltigen und effizienten Lösungen für ihren Betrieb, ihre Firma“, sagte Muscheid.

Angesichts der massiven Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse und Niedriglohn-Jobs gelte es nun, die Mitbestimmung weiter zu entwickeln. Erforderlich seien mehr Rechte bei wirtschaftlichen Entscheidungen der Unternehmen, die Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitnehmern und Werkverträgen sowie nicht zuletzt angesichts der aktuellen Entwicklung in Europa eine Stärkung grenzüberschreitender Interessenvertretung.

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