Jusos demonstrieren mit Flashmob für Tarifvertrag in Cinestar

Jusos mischten „Ausbeuter-Kino“ „Cinestar“ ein wenig auf 

Mainz, 17.10.12. Als am Samstag, den 13. Oktober 2012, im größten Mainzer Kino „Cinestar“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher zur Opern-Eröffnung kamen, ahnten viele von ihnen nicht, mit welchem „Ausbeuter-Unternehmen“ sie es zu tun hatten. Dies sollte sich durch einen 10-minütigen Flashmob der Jusos Mainz ändern, in dem die Jusos auf die Missstände öffentlich aufmerksam machten.

Als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pünktlich um 18.30 Uhr den Streik verkündeten und im Foyer ein wenig Chaos entstand, begann plötzlich ein Besucher durch den Raum zu rufen: „Hey Sie, wussten Sie eigentlich, dass in 9 Cinestar-Kinos in Deutschland die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer streiken müssen, weil der Arbeitgeber sich mit Händen und Füßen gegen einen Tarifvertrag wehrt?“. Die Antwort kam ebenso unerwartet aus einer anderen Ecke des Raumes: „Nein, also so macht Kino keinen Spaß.“

Und wussten Sie, dass die Menschen sich hier mit ihrem Stundenlohn nicht einmal eine Kinokarte leisten könnten?“ – „Nein, also so macht Kino keinen Spaß!“. Während der Aktion waren die Besucherinnen und Besucher plötzlich sehr still und lauschten aufmerksam dem, was die Flashmobber_innen mitzuteilen hatten. Einige zeigten sich empört über die offensichtlichen Missstände in dem Kino. Die Theaterleitung verwies die Flashmobber_innen kurzerhand des Hauses und zeigte sich einigermaßen empört. Dem Hausverbot leisteten alle selbstredend umgehend folge. Die Botschaft ist ohnehin angekommen! „Dies zeigt die Skrupellosigkeit und Ignoranz des Unternehmens, die nur repräsentativ dafür ist, wie menschenverachtend das Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt umgeht“. Die Jusos unterstützen die Streikenden bei ihrem Vorhaben, endlich einen Tarifvertrag für gerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu erwirken. „Eine solche Ausbeutung können wir einfach nicht hinnehmen. Mit dieser Aktion haben wir zumindest einmal für einiges Aufsehen gesorgt und die Streikenden ihrem Ziel hoffentlich ein Stück näher gebracht“, so bewertet Pascal Klein, Vorsitzender der Jusos Mainz, die Aktion.

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