Gemeinsame Bildungsstandards: Landes-CDU hat nicht verstanden, worum es geht

Brück: SPD-Fraktion begrüßt Bildungsstandards für Abiturprüfungen

Mainz, 20.10.12. Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Bettina Brück, begrüßt die Einigung der KMK zur Einführung von einheitlichen Bildungsstandards für die Abiturprüfung und weist zugleich die Kritik der CDU-Bildungspolitikerin Dickes zurück. „Mit dem von der KMK beschlossenen Konzept wird sichergestellt, dass die Abiturientinnen und Abiturienten bundesweit dieselben Kompetenzen haben und dass der Schwierigkeitsgrad der Abituraufgaben in ganz Deutschland vergleichbar ist“, sagte Brück.

Das Konzept der Bildungsstandards sei maßgeblich auf den Einsatz von Bildungsministerin Doris Ahnen zurückzuführen, betonte Brück und ergänzte: „Leider hat die CDU in Rheinland-Pfalz nicht verstanden, worum es geht. Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit in der Bewertung erreicht man nicht etwa dadurch, dass man Schülerinnen und Schülern ein und dieselbe Aufgabe vorlegt, sondern dadurch, dass man ihnen entsprechend der jeweiligen Vorbildung Aufgaben gleichen Schwierigkeitsgrades stellt.“ Der angekündigte bundesweite Aufgabenpool biete dazu die Möglichkeit.

Es lohne sich zudem der Blick ins europäische Ausland, so Brück weiter. „In Großbritannien oder Frankreich sorgen zentrale Abschlussprüfungen weniger für Vergleichbarkeit, sondern für Chaos, Prüfungswiederholungen und Rechtsstreitigkeiten. Die Hochschulen bemängeln dort überdies, dass das Niveau der Schulabschlussprüfungen von den Bildungsbehörden aus politischen Gründen bewusst abgesenkt wird, um scheinbar gute Ergebnisse zu liefern. Solche Zustände sind für uns nicht erstrebenswert.“

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