Keine umweltgefährdende Erdgasförderung im Land

Unkonventionelle Erdgasförderung

Risiko Fracking

Mainz, 22.10.12 Der Wirtschaftsausschuss des Landtages hat sich letzte Woche auf Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz mit den Risiken der Fracking-Technologie beschäftigt. Dazu erklärte Andreas Hartenfels, Sprecher für Umwelt- und Naturschutzpolitik, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„Wir begrüßen ausdrücklich die Haltung der Landesregierung, dass in Deutschland kein Fracking mit wassergefährdenden Substanzen durchgeführt werden sollte, bis gesicherte Erkenntnisse über die Risiken dieser Technologie vorliegen. Aktuelle Gutachten und Studien weisen auf erhebliche potentielle Umweltgefahren hin. Insbesondere durch den Einsatz chemischer Flüssigkeiten kann das Trinkwasser gefährdet werden.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit keine Vorhaben zur Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagestätten. Auch zukünftig ist im Bereich des Oberrheingrabens nicht mit unkonventionellen Lagerstätten für Erdöl und Erdgas zu rechnen“, berichtet Hartenfels.

Hintergrund:

Beim „Hydraulic Fracturing“, kurz Fracking genannt, werden unter hohem Druck mit bestimmten Zusätzen versetzte Flüssigkeiten in den Untergrund verpresst. Dadurch sollen in Gas führenden Kohleflözen, dichten Steinen und Schiefergesteinen Wege für das Erdgas geschaffen werden. Den Flüssigkeiten werden verschiedene, teilweise wassergefährdende und kennzeichnungspflichtige Stoffe zugefügt.

Anm. d. Red.: Der Norddeutsche Rundfunk berichtete in seinem 3. Fernsehprogramm im vergangenen Jahr des öfteren über die Folgen dieser unkonventionellen Erdgasförderung in Niedersachsen. Auch die Ergebnisse in den USA sind alles andere als ermutigend.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.