Frauenförderung an Hochschulen koordiniert

Rheinland-pfälzische Hochschulen gründen Runden Tisch zur Gleichstellung

Runder Tisch zur Gleichstellung soll Informations- und Erfahrungsaustausch initiieren und gemeinsame qualitative Standards etablieren

Mainz, 24.10.12 Um Maßnahmen zur Frauenförderung und Gleichstellung innovativ weiterzuentwickeln und geeignete Foren zum Erfahrungsaustausch zu etablieren, haben Vertreterinnen und Vertreter rheinland-pfälzischer Hochschulen einen Runden Tisch „Gleichstellung an Hochschulen in Rheinland-Pfalz“ gegründet. „Wir verfolgen damit das Ziel, den begonnenen Austausch zu diesem Thema zu intensivieren und der Gleichstellung auf diese Weise zu mehr Bedeutung zu verhelfen“, erklärt der Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) und Präsident der Fachhochschule Kaiserslautern, Prof. Dr. Konrad Wolf, anlässlich des ersten Treffens.

Der Runde Tisch zur Gleichstellung soll künftig drei- bis viermal im Jahr unter Leitung des LHPK-Vorsitzenden tagen.

Programme zur Frauenförderung und Gleichstellung entwickeln Hochschulen seit zwei Jahrzehnten. „Uns geht es nun darum, auf der Grundlage der vorhandenen Kompetenz einen Informations- und Erfahrungsaustausch zu initiieren, um die bestehenden Maßnahmen weiter zu professionalisieren, geeignete Rekrutierungsverfahren zu entwickeln und gemeinsame qualitative Standards zu etablieren“, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, „beispielsweise generiert die JGU derzeit im Rahmen eines Leadership-Projekts Möglichkeiten der innovativen Personalentwicklung von Frauen in Führungspositionen. Die Ergebnisse dieses Prozesses können im Rahmen des Runden Tisches landesweit den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden.“ Auch die Qualitätssicherung, also die Frage nach der Wirksamkeit der Maßnahmen und Instrumenten zur Frauenförderung könnte gemeinsam effizienter konzipiert und durchgeführt werden“, so Präsident Krausch.

Am ersten Runden Tisch zur Gleichstellung hatten Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten Kaiserslautern, Koblenz-Landau, Mainz und Trier sowie der Fachhochschulen Kaiserslautern, Mainz und Worms teilgenommen.

Anm.d.Red.: An den Hochschulen des Landes kämpfen die sogenannten „Schreibkräfte“, deren ursprüngliche aufgabe heute durch Selbstschreiben am Pc wegrationalisiert wurde, um eine gerechte Tarifeinstufung. Die meist weiblichen „Schreibkräfte“ werden noch heute nach der Zahl ihrer anschläge eingestuft, leiten in Wahrheit aber Institutsbibliotheken, halten den Kontakt mit Studierenden etc. Hier wäre ein überfälliger ansatz zur Frauenförderung zu erledigen.

weibliche Führungskräfte

This entry was posted in Allgemein and tagged , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.