Erwerbstätigkeit steigt weiter

Gewerbstätigkeit stieg im zweiten Quartal an.

Bad Ems, 25.10.12 Die Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz hat nach Angaben des Statistischen Landesamtes im zweiten Quartal 2012 weiter zugenommen, allerdings schwächt sich der Zuwachs langsam ab. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« hatten durchschnittlich 1,925 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz, 16.200 mehr als im zweiten Quartal 2011 (plus 0,8 Prozent; Deutschland: plus 1,3 Prozent).

Im vergangenen Jahr war die Erwerbstätigenzahl um 1,2 Prozent gestiegen, wobei sich der Zuwachs von Quartal zu Quartal abschwächte. Im ersten Quartal 2012 betrug die Veränderungsrate ebenfalls wiederum 1,2 Prozent.

Dienstleistungsbereiche

Zwei Drittel des Anstieges fielen im zweiten Quartal 2012 auf die Dienstleistungsbereiche. Dort waren 10.900 Personen (0,8 Prozent) mehr beschäftigt als im zweiten Quartal 2011 (Deutschland: plus 1,3 Prozent). Wesentlichen Anteil an dieser Zunahme hatte der Bereich »Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen« mit plus 1,6 Prozent (Deutschland: plus 1,9 Prozent). Einen Zuwachs von 0,8 Prozent verzeichnete der Bereich »Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Information und Kommunikation« (Deutschland: plus 1,5 Prozent). Im größten Teilbereich des Dienstleistungssektors, »Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit«, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent (Deutschland: plus 0,7 Prozent). Im vergangenen Jahr waren hier keine Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen gewesen.

Produzierendes Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft

Im produzierenden Gewerbe war weiterhin ein kräftiger Anstieg festzustellen. Nachdem im vergangenen Jahr und in den ersten drei Monaten dieses Jahres der Zuwachs jeweils 1,6 Prozent betragen hatte, nahm die Zahl der Erwerbstätigen hier im zweiten Quartal 2012 um 6.400 bzw. 1,3 Prozent zu (Deutschland: ebenfalls plus 1,3 Prozent). Zu dieser positiven Entwicklung leistete das Baugewerbe einen erheblichen Beitrag; hier lag die Zahl der Arbeitsplätze um 1,6 Prozent höher als im zweiten Quartal des Vorjahres (Deutschland: plus 1,1 Prozent). Im übrigen produzierenden Gewerbe war ein Zuwachs um 1,2 Prozent zu verzeichnen (Deutschland: plus 1,4 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft gab es einen Rückgang um 1.100 Personen bzw. 2,4 Prozent (Deutschland: minus 0,4 Prozent).

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Zahl aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zu den Erwerbstätigen werden alle Personen gerechnet, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit.

Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 16. August 2012.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung unter www.aketr.de.

Autor: Werner Kertels (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)

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