Genügend naturschutzgerechte Flächen für Windräder

Vogelschutz und Energiewende sind vereinbar

Mainz, 25.10.12 Ein Gutachten zur Vereinbarkeit von Vogelschutz und Windrädern in „Natura 2000“-Gebieten hat der Leiter der Vogelschutzwarte Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland, Dr. Klaus Richarz, im Umweltausschuss des Landtags vorgestellt. Dazu Andreas Hartenfels, Umweltpolitischer Sprecher BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„In knapp zehn Prozent der „Natura 2000“-Gebieten sind Windräder ausgeschlossen. In 13,6 Prozent der Gebiete sind die Konflikte gering, in den restlichen 76 Prozent mittel bis hoch. Wir werden in der Planung hohen Wert drauf legen, dass der Vogel- und Fledermausschutz berücksichtigt wird. Wenn wir das Gutachten berücksichtigen, ist der Bau von Windkraftanlagen in „Natura 2000“-Gebieten möglich.

Eine fundierte Konfliktprognose ist die Voraussetzung für eine sachgerechte Einzelfallentscheidung bei der Standortsuche für Windkraftanlagen. Das Gutachten ist somit ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Debatte. Wir sind und bleiben im Gespräch mit den Naturschutzverbänden. Die Vereinbarkeit von Naturschutz und Energiewende bleibt unser Ziel. Die Alternativen zu Erneuerbaren Energien heißen Kohle- und Atomkraft. Das bedeutet: Die Energiewende ist gelebter Umweltschutz.

Das Gutachten unterstützt eine korrekte Anwendung der Genehmigungsverfahren und stellt somit eine konkrete Hilfestellung in Bezug auf die Vereinbarkeit von Naturschutz und Energiewende dar. Zusätzlich gibt das Gutachten Hinweise zu Abstandsempfehlungen, Prüfbereiche- und Kriterien für kollisionsgefährdete und störungsempfindliche Vogel- und Feldermausarten. Mit einer entsprechenden Planung und Berücksichtigung lassen sich Energiewende und Naturschutz miteinander vereinbaren.“

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