Luxemburgische Karikaturen gegen das Nazi-Regime

Wider das Vergessen:

„Spott dem Naziregime – Karikaturen in Luxemburg vor und während des Krieges“ Ein Vortrag von Frank Schroeder am Mittwoch dem 7. November um 19.00 Uhr in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Hinzert, 29.10.12 Ausgewählte Karikaturen aus dem Großherzogtum Luxemburg, die 2010 in einer Ausstellung zu sehen waren, werden durch den Direktor des „Musée national de la Résistance“ in Esch/Alzette präsentiert.

Dabei handelt es sich um Karikaturen von Albert Simon, die im Escher Tageblatt vor der deutschen Besatzung des Großherzogtums im Mai 1940, veröffentlicht wurden. Sowie um Karikaturen, die von Mitgliedern der luxemburgischen Widerstandsgruppe ALWERAJE stammen und die während der deutschen Besatzungszeit unter der Hand weitergereicht wurden.

Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert 1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für „straffällige“ Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung „SS-Sonderlager Hinzert“. Nach der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als „Durchgangslager“ insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.

Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit.

Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.