Preissteigerung weiterhin über 2 Prozent

Verbraucherpreise im Oktober 2,3 Prozent über dem Vorjahresmonat Jahresteuerungsrate stagniert auf hohem Niveau

Bad Ems, 29.10.12 Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im Oktober 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems verharrt die Jahresteuerungsrate damit den dritten Monat in Folge auf diesem Wert.

Die Preise für Energie erhöhten sich im Vergleich zum Oktober 2011 um 6,4 Prozent. Haushaltsenergie verteuerte sich um 5,9 Prozent, wobei vor allem die Preise für Heizöl (plus 11,3 Prozent) und die Umlagen für Zentralheizung und Wärme (plus 8,2 Prozent) spürbar anzogen. Die Preise für Kraftstoffe stiegen im Vorjahresvergleich um 7,5 Prozent; Diesel verteuerte sich um 6,3 Prozent, Superbenzin um 8 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Oktober bei 1,7 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent. Teurer wurden unter anderem Fische und Fischwaren (plus 7,1 Prozent), Gemüse (plus 6,4 Prozent) sowie vor allem Obst (plus 9,1 Prozent). So stiegen beispielsweise die Preise für Fischfilet um 12,6 Prozent, für Gurken um 20,3 Prozent und für Weintrauben um 16,3 Prozent. Sinkende Preise waren hingegen – wie in den vergangenen Monaten – bei Molkereiprodukten und Eiern (minus 3,3 Prozent) sowie Speisefetten und -ölen (minus 6,3 Prozent) festzustellen. Vollmilch verbilligte sich im Vergleich zum Oktober 2011 um 12,7 Prozent, Butter um 16,5 Prozent.

Veränderungen gegenüber September 2012

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 0,6 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhen (plus 2,1 Prozent). Günstig für die Verbraucherinnen und Verbraucher entwickelten sich insbesondere die Preise bei Freizeit, Unterhaltung und Kultur (minus 0,6 Prozent) und im Bereich Verkehr (minus 0,8 Prozent; darunter Kraftstoffe: minus 2,9 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) gut 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von rund 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft)

Nahrungsmittel

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