Milchbauern der ehemaligen MUH erhalten höhere Preise

Milchwirtschaft

Wehner begrüßt höheren Auszahlungspreis für Milch

Mainz, 30.10.12. „Es ist gut und notwendig, dass die Milchbauern der ehemaligen Milchunion Hocheifel MUH ab heute 3,5 Cent mehr für den Liter Milch bekommen“, so Thorsten Wehner, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz.

„Wir brauchen auch in Zukunft einen für die Landwirte auskömmlichen Milchpreis. Es ist sinnvoll, wenn die Erzeuger hierzu weiter gestärkt werden, auch gegenüber der Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels. Die Milchviehbetriebe können dadurch einerseits von einer stärkeren Nachfrageorientierung und einer höheren Marktstabilität profitieren. Gleichzeitig ist der Milchmarkt Teil des internationalen Marktes geworden und auch die Milchwirtschaft ist heute exportorientiert. Außerdem ist das Genossenschaftsmodell für Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren durchaus erfolgreich gewesen, auch wenn man z.B. bei den Kündigungsfristen Änderungsbedarf sehen kann“, so Wehner.

„Sinnvolle, marktkonforme Stützungsmaßnahmen im Milchsektor sind meiner Überzeugung nach vor allem Maßnahmen, die den Milchmarkt in Krisenzeiten stabilisieren können. Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchviehbetriebe, die in vielen Gebieten in Rheinland-Pfalz das landwirtschaftliche Rückgrat bilden, bleibt weiterhin eine Notwendigkeit, um zu auskömmlichen Preisen zu produzieren“, erklärt der Agrarpolitiker.

Die Milchquotenregelung werde 2015 europaweit auslaufen und es gebe keine Hinweise darauf, dass danach europaweit eine Mengenregulierung weiter vorgesehen wäre. In der Vergangenheit habe die Milchquote Butterberge und Milchseen nicht verhindert und den Landwirten nur unnötige Kosten verursacht.

Die Politik müsse die Sorgen und Nöte der Milchbauern weiter Ernst nehmen, habe jedoch keinen direkten Einfluss auf die Höhe der Milchpreise. Ein Patentrezept werde es auch in Zukunft nicht geben. Eine multifunktionale Landwirtschaft in von der Natur benachteiligten Gebieten werde zudem auf Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik, die die Landwirte zu Recht verdienten, weiter angewiesen bleiben, so der SPD-Agrarexperte. Deshalb sei es notwendig, sich für einen starken Agrarhaushalt einzusetzen.

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