Arbeitsmarkt: Ältere werden vor die Tür gesetzt

Arbeitsmarkt

DGB sieht Auswirkungen der europäischen Sparpolitik auf Rheinland-Pfalz

Mainz, 31.10.12. Die sich eintrübende Konjunktur in Europa hinterlässt nach Ansicht des DGB-Landesvorsitzenden Dietmar Muscheid allmählich Spuren auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt. Es sei ein Irrtum zu glauben, die von der Bundesregierung verfolgte europäische Austeritätspolitik bleibe für die heimische Wirtschaft folgenlos.

„Auch die rheinland-pfälzische Wirtschaft hängt teilweise vom Export ab“, sagte Muscheid am Dienstag in Mainz.

Insgesamt waren im Oktober 3.817 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als ein Jahr zuvor. Damit stieg die Arbeitslosigkeit um 3,8 Prozent bzw. 0,2 Prozentpunkte. Besonders betroffen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 55, deren Erwerbslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 10,8 Prozent zulegte.

Muscheid kritisierte, dass nun vor allem ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlassen würden. Es sei klar, dass diese auf dem Arbeitsmarkt kaum eine neue Perspektive erhalten würden. Wer ältere Beschäftigte auf die Straße setze dürfe weder Fachkräftemangel beklagen, noch die Rente mit 67 fordern. „Wir müssen vielmehr darüber nachdenken, ob die, die weniger ältere Menschen beschäftigen, nicht eine Ausgleichzahlung an die Deutsche Rentenversicherung leisten müssen“, sagte Muscheid.

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