Antragszahl an Stiftung für Opferschutz steigt

Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz

17 Prozent mehr Anträge an die Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz

Mainz, 01.11.12 „Opferschutz ist für die rheinland-pfälzische Landesregierung ein wichtiges Dauerthema. Im Rahmen der umfassenden und ganzheitlichen Sicherheitsstrategie ‚P.R.O. Sicherheit in Rheinland-Pfalz‘ der Landesregierung hat der Opferschutz daher eine zentrale Bedeutung. Ich bin dankbar, dass die Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz als ein Baustein vielen Menschen, die Opfer einer Straftat wurden, helfen konnte“, erklärte Justizminister Jochen Hartloff anlässlich der gestrigen Kuratoriumssitzung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz.

Im Jahre 2011 stieg die Zahl der Anträge im Vergleich zum Vorjahr um 17,39 Prozent auf 54 Anträge. 38 dieser Anträge gab der Vorstand statt, das sind rund 70 Prozent. 35 Anträge wurden von Frauen gestellt. 13 der Anträge betrafen sexuelle Gewalt in unterschiedlichen Erscheinungsformen, aber überwiegend in engen sozialen Beziehungen. Insgesamt wurden über 38.000 Euro ausgezahlt. 2010 waren es noch rund 29.000 Euro.

„Es ist gut, dass Rheinland-Pfalz diese Stiftung hat. Sie hat sich bewährt. Allen Beteiligten und engagierten Persönlichkeiten sage ich meinen Dank und auch weiterhin meine volle Unterstützung zu“, so Hartloff.

Information: Aufgabe der Stiftung ist es, vor allem Opfern von Straftaten ergänzende finanzielle Hilfe zu leisten. Sie soll zur Linderung von Notlagen beitragen, wenn diesen Menschen nicht auf andere Weise geholfen werden kann. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Unterstützung besteht allerdings nicht. Mit der Stiftung sollen Lücken im geltenden Entschädigungssystem geschlossen werden. Denn das Opferentschädigungsgesetz sieht zum Beispiel keine staatlichen Leistungen vor, wenn Delikte fahrlässig begangen worden sind. Dies kann für die Betroffenen zusätzliche Probleme bringen. Hier kann die Stiftung Abhilfe schaffen.

Zudem gehört zu den Aufgaben der Landesstiftung, gemeinnützige Organisationen, die sich für die Betreuung von Opfern einer Straftat engagieren, zu unterstützen. Die Stiftung tritt also nicht in Konkurrenz zu bewährten Hilfsorganisationen. Gerade bei der psycho-sozialen Betreuung kann und will die Stiftung nicht auf die verdienstvolle Mitarbeit der überwiegend ehrenamtlichen Helfer verzichten. In enger Kooperation mit diesen bewährten Einrichtungen kann das Angebot sinnvoll ergänzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.justiz.rlp.de. Dort ist auch ein Antragsvordruck erhältlich.

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