Film über Gefährdung der Bienen kommt am achten November in die Kinos

Vorpremiere „More Than Honey“ in Berlin

Höfken/ Conrad: Einsatz für eine bienenfreundliche Landwirtschaft

Berlin/Mainz, 01.11.12 Bei der Vorpremiere des Films „More Than Honey“ in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin haben Umweltministerin Ulrike Höfken und Europaministerin Margit Conrad die Bedeutung des Imkereiwesens für die Landwirtschaft und den Erhalt der Artenvielfalt hervorgehoben: „Der Titel ‚Mehr als Honig‘ trifft es auf den Punkt. Denn nicht allein aufgrund der Honigproduktion ist die Imkerei so wertvoll. Mit der Bestäubung von Blühpflanzen leisten Bienen einen unschätzbaren Beitrag für den Erhalt unserer artenreichen Natur- und Kulturlandschaften. Der Landwirtschaft ermöglichen sie eine reiche Ernte, zum Beispiel von Obst, Hülsen- und Ölfrüchten“, betonten die Ministerinnen. Deshalb setze sich die rheinland-pfälzische Landesregierung im Land und bei der Europäischen Union für eine bienenfreundliche Landwirtschaft ein.

Der Dokumentarfilm des renommierten Schweizer Regisseurs Markus Imhoof, der am 8. November in den deutschen Kinos startet, geht dem weltweiten Bienensterben auf den Grund. Neben Imhoof nahmen an der Vorpremiere in der Landesvertretung auch Torsten Ellmann, Präsidiumsmitglied des Deutschen Imkerbundes sowie Werner Schmal vom Imkerbund Rheinland-Pfalz teil. „HerrnImhoof ist es in seinem Film gelungen, die möglichen Ursachen des Bienensterbens wie Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, zunehmende Monokulturen und Milbenbefall sachlich zu thematisieren“, sagte Ministerin Höfken. Sie wies darauf hin, dass die im Film gezeigte hoch industrialisierte Honigproduktion der Realität der Imkerei in Deutschland und Rheinland-Pfalz glücklicherweise nicht entspreche, da diese hierzulande vorrangig im Nebenerwerb praktiziert werde: „Einer solchen Entwicklung gilt es, durch eine umweltgerechte Agrarpolitik vorzubeugen. In Rheinland-Pfalz unterstützen wir deshalb die Agrarumweltmaßnahmen der landwirtschaftlichen Betriebe und auf EU-Ebene das so genannte Greening bei der bevor stehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik.“ Darüber hinaus stelle das Land den Imkerverbänden jährlich 204.000 Euro für die Erzeugung und Vermarktung von Honig zur Verfügung.

Ministerin Conrad verwies zudem auf die gute Forschungsarbeit, die das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen leiste, etwa mit dem kürzlich gestarteten Europäischen Bienenmonitoring zur Überwachung von Bienenkrankheiten.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.