Hartloff rät Verbrauchern zum Widerspruch

Datenschutz

Jochen Hartloff: Handel mit Standortdaten besorgniserregend

Mainz, 01.11.12 Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff hat gestern in Mainz den Handel mit Standortdaten kritisiert.

Nach Medienberichten will der spanische Mobilfunkkonzern, Telefonica zudem auch O2 gehört, die Bewegungsdaten seiner Kundinnen und Kunden mit Informationen zu deren Alter und Geschlecht verknüpfen, anonymisiert aufbereiten und dann diese Daten weiterverkaufen.

„Wieder versucht ein Unternehmen, mit Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein einträgliches Geschäft zu machen. Auch dieses Beispiel zeigt, wie lukrativ der Handel mit persönlichen Daten zu sein scheint. Es kann nicht sein, dass Unternehmen genau erfassen, wann wir uns wo aufhalten, um unsere Konsumgewohnheiten einem Dritten zu Werbezwecken offenzulegen“, so Hartloff.

Der Minister rief die Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, sich dieses Vorgehen nicht gefallen zu lassen. „Den Verbrauchern muss klar sein, dass ihre Daten verkauft und sie womöglich in ihren Konsumentscheidungen beeinflusst werden. Davon sollen die Kunden aber so wenig wie möglich mitbekommen. Das ist zumindest sehr fraglich und absolut besorgniserregend. Ich rate Verbraucherinnen und Verbrauchern dringend dazu, bei O2 der Nutzung ihrer Daten zu Werbezwecken zu widersprechen. Dies ist allgemein zu empfehlen.“

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