Auftragszuwachs für Industrie des Landes

Schnellmeldung

Industrieaufträge legten im September zu

Bad Ems, 02.11.12 Die rheinland-pfälzische Industrie erhielt im September mehr Aufträge. Das Statistische Landesamt errechnete auf der Basis vorläufiger Werte sowohl im Vergleich zum August 2012 (plus 0,5 Prozent) als auch gegenüber dem September 2011 (plus 1,3 Prozent) einen Anstieg. Im gesamten Zeitraum von Januar bis September lagen die Auftragseingänge jedoch um 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Veränderung gegenüber August 2012: Plus 0,5 Prozent

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Auftragseingang preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent. Während sich die Inlandsnachfrage um 4,7 Prozent verbesserte, sank die Auslands-nachfrage um 2,5 Prozent. Insbesondere die Vorleistungsgüterproduzenten (plus 2,2 Prozent) und die Investitionsgüterproduzenten (plus 1,9 Prozent) profitierten vom Nachfragezuwachs. Dagegen verbuchten die Konsumgüterproduzenten (minus 10,9 Prozent) einen deutlichen Rückgang der Bestellungen. Die drei großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie erhielten mehr Aufträge, wobei der Zuwachs im Maschinenbau mit 6,6 Prozent am deutlichsten ausfiel. Die chemischen Industrie verzeichnete ein Plus von 1,2 Prozent, der Fahrzeugbau legte um 0,9 Prozent zu.

Veränderung gegenüber September 2011: Plus 1,3 Prozent

Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Bestellungen um 1,3 Prozent. Die Inlandsnachfrage fiel um 0,7 Prozent höher aus als im September 2011, im Auslandgeschäft wurde ein Plus von 1,9 Prozent verbucht. Die Vorleistungsgüterproduzenten verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Aufträge um plus 8,5 Prozent. Dagegen verschlechterte sich die Nachfrage sowohl bei den Konsumgüterproduzenten (minus 6,3 Prozent) als auch bei den Investitionsgüterproduzenten (minus 4,2 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat registrierte die chemische Industrie mit plus 15,4 Prozent einen starken Zuwachs, während im Fahrzeugbau (minus 4,6 Prozent) und im Maschinenbau (minus 3,4 Prozent) weniger Aufträge eingingen als im September 2011.

Veränderung gegenüber dem Zeitraum Januar bis September 2011: Minus 2,7 Prozent

In den ersten neun Monaten 2012 verschlechterte sich die Nachfrage in der rheinland-pfälzischen Industrie preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,7 Prozent. Die Binnennachfrage ging um 4,8 Prozent zurück, die Auslandsnachfrage reduzierte sich um 1 Prozent. Insbesondere die Investitionsgüterproduzenten (minus 5,9 Prozent) waren betroffen. Bei den Vorleistungsgüterproduzenten (minus 0,4 Prozent) und den Konsumgüterproduzenten (plus 0,1 Prozent) stagnierten die Auftragseingänge. Von den drei großen Branchen verbuchte nur die Chemische Industrie einen Zuwachs (plus 1 Prozent), während die Auftragseingänge im Fahrzeugbau (minus 7,2 Prozent) und im dem Maschinenbau (minus 6,8 Prozent) deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellen auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für das verarbeitende Gewerbe insgesamt, für die wichtigsten Güterhauptgruppen und für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt.

Autor: Dr. Marc Völker (Referat Analysen)

Chemie, statistisches Landesamt

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.