Land fördert vier junge AutorInnen

Kultur

Martha-Saalfeld-Förderpreis: Land unterstützt begabte Autorinnen und Autoren bei aktuellen Projekten

Mainz, 07.08.12 Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller Teresa Ginsberg (Daaden), Katharina Schmitt (Berlin), Andreas Noga (Alsbach) und Dr. Andreas Martin Widmann (Mainz-Kastel/London) erhalten in diesem Jahr den mit jeweils 2.500 Euro dotierten Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Dieser Literaturpreis, der nach der Pfälzer Lyrikerin und Romanautorin Martha Saalfeld benannt ist (geboren 1898 in Landau, gestorben 1976 in Bad Bergzabern), soll Autorinnen und Autoren helfen, ein noch nicht abgeschlossenes literarisches Projekt zu Ende zu führen.

„Wir möchten mit diesem Preis einerseits einen finanziellen Beitrag dazu leisten, dass sich Autorinnen und Autoren ihrer Arbeit an einem Manuskript widmen können. Auf der anderen Seite bescheinigen wir ihnen damit, dass sie an einem bemerkenswerten Projekt arbeiten. Das ist sicherlich nicht weniger wichtig als das Preisgeld selbst“, sagte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

Um den Martha-Saalfeld-Förderpreis 2012 konnten sich Autorinnen und Autoren bewerben, die in Rheinland-Pfalz geboren wurden, die hier leben oder die durch ihr literarisches Schaffen eng mit dem kulturellen Leben des Landes verbunden sind. Die Bewerberinnen und Bewerber mussten ein Exposé und einen Auszug aus ihrem Manuskript einreichen.

Um die vier Förderpreise bewarben sich insgesamt 104 Autorinnen und Autoren. Eine Fachjury, die in diesem Jahr aus dem Leiter der Kulturredaktion der Rhein-Zeitung, Claus Ambrosius, der Literaturwissenschaftlerin Dr. Anja Ohmer (Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau), der Autorin und Künstlerin Wilma JungPrael (Liebshausen/Hunsrück – Martha-Saalfeld-Förderpreisträgerin des Jahres 2009) und dem Literaturreferenten des Landes, Michael Au, bestand, votierte für Teresa Ginsberg, Katharina Schmitt, Andreas Noga und Andreas Martin Widmann. „Die hohe Zahl der Bewerbungen belegt meiner Ansicht nach, dass wir mit der Ausrichtung dieses Förderpreises richtig liegen“, resümierte die Ministerin. Sie gratulierte den designierten Preisträgerinnen und Preisträgern und wünschte ihnen viel Erfolg für die weitere Arbeit an ihrem jeweiligen Projekt.

Teresa Ginsberg ist 25 Jahre alt, hat Literatur- und Sozialwissenschaften studiert, arbeitet als Sprachenlehrerin und lebt nach mehreren Auslandsaufenthalten wieder in ihrer Heimatstadt Daaden (Westerwald). Beiträge von ihr sind bislang in Anthologien erschienen. Sie erhält den Martha-Saalfeld-Förderpreis für die Arbeit an ihrem Prosatext Piranhas an der Hand.

Katharina Schmitt ist 33 Jahre alt und lebt in Berlin. Aufgewachsen ist die gebürtige Bremerin unter anderem in Trier. Nach dem Abitur ging sie nach Prag und studierte dort von 2001 bis 2006 Schauspielregie an der Theaterfakultät der Akademie der musischen Künste. Seitdem arbeitet sie als Dramatikerin und inszeniert an Theatern in Tschechien und im deutschsprachigen Raum. Ihre Stücke erscheinen im Rowohlt-Theaterverlag. Sie erhält den Martha-Saalfeld-Förderpreis für ihre Arbeit an dem szenischen Text Senna.

Andreas Noga, 44 Jahre alt, ist gebürtiger Koblenzer und lebt in Alsbach (Westerwald). Er hat sich als Lyriker einen Namen gemacht. Von ihm sind bereits mehrere Gedichtbände erschienen, zuletzt Lücken im Lärm (2010). Er erhält den Martha-Saalfeld-Förderpreis 2012 für die Arbeit an einer Gedichtsammlung, die den Arbeitstitel Aufgeladen mit Schweigen trägt.

Dr. Andreas Martin Widmann, 33 Jahre alt, wuchs in Mainz auf und lebt in Mainz-Kastel und London. Er hat 2008 in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft promoviert. Neben seiner Tätigkeit als Autor ist er DAAD-Lektor am University College London. In diesem Jahr ist im Rowohlt-Verlag sein erster Roman Die Glücksparade erschienen. Er erhält den Martha-Saalfeld-Förderpreis 2012 für die Arbeit an seinem neuen Roman mit dem Arbeitstitel Messias.

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