Nationalpark schafft Zukunftsperspektive für demografisch geschwächte Region

Forum Nationalpark auf Biomassetagung

Höfken: Nationalpark ist auch Impuls für nachhaltige Landnutzung

Birkenfeld, 06.11.12 „Ein Nationalpark ist sowohl Schutzgebiet für unberührte Natur als auch Impulsgeber für wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Landnutzung in der Region“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute zum Forum Nationalpark, das im Rahmen der 12. Biomassetagung in Birkenfeld stattfand. Die Veranstaltung trage dazu bei, den Blickwinkel auf die Potenziale eines Nationalparks zu weiten, stellte die Ministerin heraus. Denn nicht nur im Hinblick auf die anerkannten Möglichkeiten für Tourismus, Gastronomie oder die Vermarktung regionaler Produkte sondern auch in Fragen der nachhaltigen Landnutzung, wie der Nutzung von Biomasse, könne ein Nationalpark zum Triebwerk wirtschaftlicher Innovation werden. „Der Nationalpark ist eine Chance für Natur und Mensch“, so die Ministerin.

Von Ideen wie „energieeigenständigen Modelldörfern in der Nationalparkregion“ könne die Region genauso profitieren wie von Erkenntnissen für die Landwirtschaft, den Bereich nachwachsender Rohstoffe oder Holzwirtschaft. Angesichts knapper werdender Ressourcen seien das die Zukunftsthemen, dies zeige auch die Tagung, so Höfken. Und für die Region, die unter erheblicher Strukturschwäche und dem demographischem Wandel leide, sei bereits der Weg zum Nationalpark zu einer Zukunftsschmiede geworden. „Die Menschen haben in den Bürgerdialogen damit begonnen, Chancen eines Nationalparks im Hunsrück zu ermitteln und Ideen zu entwickeln“, sagte die Ministerin. Auch bestehen Möglichkeiten der Förderung von Regionalentwicklungsentwürfen, etwa durch die Europäische Union. Das Land habe bereits zugesagt, die Nationalparkregion innerhalb seiner bestehenden Förderinstrumente zu unterstützen.

Zur Frage, ob das Holzangebot durch den Nationalpark reduziert werde, erklärte Ministerin Höfken, dass die Auswirkungen problemlos kompensierbar seien. Die aus dem Nationalparkgebiet bezogene Holzmenge mache gerade ein bis zwei Prozent der in den Sägewerken der Region verarbeiteten Menge aus. Um die landesweite Holzversorgung auch zukünftig zu sichern, seien völlig unabhängig vom Nationalpark vielmehr Fragen zu klären, wie die Holzverwendung materialsparender werden, wie die Nutzung des Holzes optimiert oder die Effizienz von Holzfeuerungsanlagen gesteigert werden könne. Das Land unterstütze diese Ansätze. So wolle man beispielsweise mit der Clusterinitiative Forst und Holz neue Ideen und Rohstoffeffizienz mit heimischer Wertschöpfung verbinden.

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