Psychotherapeutische Beratungsstelle an Uni Mainz immer gefragter

Psychotherapeutische Beratungsstelle für Studierende feiert 45-jähriges Bestehen

Immer mehr Studierende suchen professionelle Hilfe bei der Bewältigung psychischer Probleme

Mainz, 07.11.12 Seit nunmehr 45 Jahren besteht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) die Psychotherapeutische Beratungsstelle, an die sich Studierende bei psychischen Schwierigkeiten oder Krisen wenden können. Vieles hat sich seit Gründung der Einrichtung Ende der 60er Jahre geändert, vor allem aber ist die Nachfrage nach den Angeboten der Psychotherapeutischen Beratungsstelle in dieser Zeit enorm gestiegen. „Das Wichtigste aus unserer Sicht ist, dass den Studierenden auch zukünftig vor dem Hintergrund der steigenden Studierendenzahlen schnell geholfen werden kann und sie nicht lange auf einen Gesprächstermin warten müssen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Ursula Luka-Krausgrill, die Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle (PBS), zu den Entwicklungen.

Begonnen hat die Psychotherapeutische Beratungsstelle 1967 mit zunächst ehrenamtlichen Beraterinnen. Heute stellt die Einrichtung mit vier, teilweise befristeten Vollzeitstellen ein vielfältiges Beratungs- und Therapieangebot bereit, das auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse der Studierenden eingeht. So werden semesterweise 20 Kurse zu verschiedenen Themenbereichen angeboten, wie etwa zur Bewältigung von Redeangst und Prüfungsängsten, zur Zeitplanung und zu den Lernmethoden, zur Überwindung von Schreibblockaden oder zur Reintegration in das Studium nach psychischer Erkrankung. Hierfür stehen im Studierendenhaus auf dem Uni-Campus zwei neue, moderne Kursräume zur Verfügung. Bei akuten Krisensituationen bietet die PBS kurzfristige Hilfe. Die Betroffenen können eine gezielte Diagnostik und Indikationsstellung erwarten und je nach Problemlage eine Beratung oder eine Kurzzeittherapie nach bewährten verhaltenstherapeutischen Verfahren in Anspruch nehmen oder Unterstützung bei der Suche nach einer länger dauernden Psychotherapie erhalten. Diese Weiterverweisung wird allerdings durch die lange Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz deutlich erschwert.

785 Studierende hat das Team um Ursula Luka-Krausgrill 2011 in insgesamt 3608 Einzelgesprächen betreut. Das ist ein starker Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als 683 Studierende zu insgesamt 2658 Einzelgesprächen ins Studierendenhaus am Staudingerweg gekommen sind. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Nachfrage damit um mehr als das Vierfache gestiegen. Und für 2012 zeichnet sich schon jetzt eine weitere Zunahme ab, da bereits nach den ersten zehn Monaten die Vorjahreszahlen erreicht wurden. Getragen wird diese für die Studierenden kostenfreie Leistung von der Universität Mainz mit Unterstützung der Vereinigung der Förderer der Psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V.

Das 45-jährige Bestehen feiert die Einrichtung am Mittwoch, 7. November mit einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema „Aktuelle Ansätze in der psychotherapeutischen Behandlung von Depressionen“ und einem anschließendem Empfang mit Fotoausstellung, bei der für diesen Anlass erstellte Fotografien des Fotografen Bernd Weisbrod aus Ingelheim zu sehen sein werden, die einen Bezug zu der Arbeit der Psychotherapeutischen Beratungsstelle haben.

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