Landeszentrale für politische Bildung prämierte Filme

Filmpreis der Landeszentrale: Im Doppelpack besser

Filmpreis für gesellschaftspolitische Filme der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz geht mit 2.000 Euro an „Gefallen“ von Christoph Schuler und mit 500 Euro an „Schurback“ von Arne Körner

Mainz, 09.11.12 Eine Jury mit Fachleuten aus Film- und Bildungsarbeit hat dieses Jahr zwei Filme mit dem Preis für gesellschaftspolitische Filme der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) ausgezeichnet.

Im Rahmen der Video/Film-Tage Rheinland-Pfalz wurde Regisseur Christoph Schuler für „Gefallen“ mit 2.000 Euro ausgezeichnet, Arne Körner für „Schurback“ mit 500 Euro. Der Filmpreis der LpB wird an junge Filmemacherinnen und Filmemacher vergeben, die sich mit Hilfe von Video oder Film mit einem gesellschaftspolitischen Thema auseinander setzen. Die LpB strebt an, die von ihr prämierten Filme anzukaufen und mit ihrem Kooperationspartner Landesfilmdienst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

„Gefallen“ Hochschule für bildende Künste Hamburg, 19 min Die Jury fand in „Gefallen“ einen Film, der alle Jurymitglieder gleichermaßen und mit nahezu identischen Begründungen überzeugte: „Hier stimmen Form und Inhalt perfekt überein, es gibt weder Längen noch überflüssige Szenen, die Schauspieler und ihre Führung durch die Regie sind professionell und überzeugend. Bis zu zehn Prozent der aus Afghanistan heimkehrenden deutschen Soldaten haben posttraumatische Belastungsstörungen. Dem Film gelingt es, in einer überzeugenden Spielhandlung auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“

Dr. Matthias Krell, Referatsleiter der LpB, unterstrich die Bedeutung des Themas und verwies darauf, dass die LpB dieses bedrückende Phänomen der PTBS auch thematisiere. „Ich wünsche dem Film eine weite Verbreitung, denn die Diskussion darüber wird immer notwendiger.“ Mehr zum Film unter www.hff-muenchen.de/filme/details/2522 .

„Schurback“ Hochschule für Film und Fernsehen München, 18 min Schurback, gescheiterter Regenschirmverkäufer, lebt von Hartz IV und fährt im Keller auf seinem Fahrrad im Kreis. Das „Mockumentary“ entführt das Publikum in die Kellergewölbe des Sozialstaates Deutschland. Mit als Interview getarnten Monologen wird erst amüsiert, dann erhält man einen kritischen Einblick in unsere Leistungsgesellschaft.

Dr. Krell sieht „Schurback“ als Schlaglicht auf gesellschaftliche Probleme: „Er verbirgt hinter seiner vordergründigen Komik einen bitteren Zynismus, gleichsam eine Reibungsfläche, bei der sozialer Abstieg in eigenwilliger Weise dargestellt wird. Schurback bietet so vielfältige Impulse für den Disput zu diesem Thema.“ Mehr zum Film finden Sie unter www.schurback.de .

This entry was posted in Allgemein and tagged , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.