Integration ist auch mit fremdsprachlichen Medien machbar

Symposium 2012 Integration – Institutionen – Medien

Beck: Bedeutung fremdsprachiger Medien für die Integration nicht hoch genug einzuschätzen

Mainz, 12.11.12 Die Rolle fremdsprachiger Medien in Deutschland und ihre Bedeutung für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ihr Potenzial bei Informations- und Bildungskampagnen stehen im Mittelpunkt des Symposiums „Integration – Institution – Medien“, zu dem mehr als 130 Fachleute aus der Medienwelt, Wissenschaft, Kultur und Politik erwartet werden. Die Tagung unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck wurde vom Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, Miguel Vicente, Radyo Metropol FM und der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung initiiert.

„Information spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Menschen zu mündigen Bürgern, die unsere demokratische Gesellschaft mitgestalten und an ihr teilhaben. Dies ist ein zentrales Recht, das selbstverständlich auch für jene gilt, die die deutsche Sprache nicht fließend beherrschen. Umso wichtiger ist es, dass es in unserem Land kompetente, fremdsprachige Medien gibt, die aktuelle Entwicklungen unseres Landes vermitteln. Mit Projekten wie diesen tragen Medien gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Institutionen dazu bei, dass aus einem „wir und die“ ein gemeinsames „wir“ entsteht“, erklärte der Ministerpräsident zur Eröffnung des Symposiums. „Man kann die Rolle der sogenannten Ethnomedien für die Integration gar nicht hoch genug einschätzen.“

Dabei haben auch gezielte Bildungskampagnen einen hohen Stellenwert. „Gerade was die Chancen von Kindern und Jugendlichen auf Bildungserfolg angeht, spielen in Deutschland die Eltern eine entscheidende Rolle. Umso wichtiger ist es, dass Eltern Zugang zu Informationen haben, um ihre Kompetenzen zu stärken,“ sagt der Landesbeauftragte für Migration und Integration, Miguel Vicente.

„Radyo Metropol FM schlägt durch sein gesellschaftliches und soziales Engagement bereits seit zwölf Jahren die Brücke zwischen der deutschen und der deutsch-türkischen Gesellschaft. Im vergangenen Jahr zum Beispiel hatten wir das Projekt ‚Lernen macht stark’, dessen Ziel es war Familien Themen wie Kindererziehung oder außerschulische Bildungsangebote näher zu bringen. Die Resonanz unserer Hörerinnen und Hörer darauf war groß und sehr positiv“, schildert Tamer Ergün Yikici, der Geschäftsführer von Radyo Metropol FM. “Wir sehen solche Kampagnen als unsere Verantwortung an.“

Auch die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung ist sich der Bedeutung solcher Programme für die deutsch-türkische Gesellschaft bewusst. Geschäftsführer Andreas Goldberg: „Daher hoffen wir als Veranstalter dieses Symposiums, dass in Zukunft die hier vertretenen türkischsprachigen Medien sich noch stärker in diesem Bereich engagieren. Wenn wir sie heute in Mainz von dieser Notwendigkeit überzeugen können, dann war das Symposium ein voller Erfolg.“

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