Julia Klöckner und die Bahnpersonalie Wagner

Personalskandal bei DB

Rheinland-pfälzische CDU verantwortlich für die Ablösung des DB-Repräsentanten für Rheinland-Pfalz/Saarland?

Ludwigshafen/Mainz, 13.11.12 Schweres Geschütz fährt die Ludwigshafener Rheinpfalz in ihrer heutigen Ausgabe gegen die rheinland-pfälzische CDU auf.

Zum Monatsende wird der Konzernbevollmächtigte der DB für Rheinland-Pfalz und dem Saarland Udo Wagner abgelöst. Wagner ist und bleibt wohl auch, gleichzeitig Chef der DB-Regio Südwest, die bei den letzten Nahverkehrsausschreibungen herbe Verluste hinnehmen mußte.

Julia Klöckner soll laut Rheinpfalz bei Bahnchef Grube gegen Wagner interveniert haben und auch Staatssekretär Bleser (CDU MDB Cochem) blieb nicht untätig. Heftige Empörung hatte die Patenschaft der Frau des Ministerpräsidenten Roswita Beck für die zweite Tunnelröhre bei Cochem ausgelöst. Solche Patenschaften sind bei der Bahn üblich. Das neben dem Kaiser-Wilhelm-Tunnel nun als zweite Röhre der „Tunnel Roswita“, benannt nach der Patin und Friseurmeisterin Roswita Beck tritt, spricht für den demokratischen Wandel in Deutschland. Dumm nur, das Roswita Beck Frau des Ministerpräsidenten Kurt Beck von der SPD ist. Gegen eine Tunnelröhre Julia hätte die CDU sicher nichts einzuwenden gehabt.

An der Mosel ist die CDU mit der Bahn besonders unzufrieden. War CDU-MdB Kaster, Trier, zunächst erfreut, daß es ihm gelang bei der Bahn eine Intercity-Direktverbindung Trier/Berlin durchzudrücken, wurde diese wieder gestrichen und der Intercity-Verkehr nach Trier und Luxemburg ausgedünnt. Hiergegen beschwerte sich die ganze Region, allen voran SPD-MdL Malu Dreyer, Trier, die auch Sozialministerin ist. Immerhin unterzeichnete Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer anläßlich der EU-Vverkehrsministerkonferenz in Luxemburg eine Vereinbarung mit dem Großherzogtum über den durchgängig zweigleisigen Ausbau der Strecke Luxemburg/Trier.Wie letzte Woche bekannt gegeben, soll hier ab 2014 stündlich ein Zug zwischen Luxemburg und Koblenz über Trier verkehren.

SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer reagierte auf den Rheinpfalz-Artikel spöttisch-erstaunt:

Schweitzer: Willkommen im „System Klöckner“

Alexander Schweitzer, SPD-Generalsekretär, zeigt sich schockiert über das Verhalten von CDU-Chefin Julia Klöckner, das einem Zeitungsbericht der Rheinpfalz zufolge zur Absetzung des DB-Konzernbevollmächtigten für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Udo Wagner, führt:

„Die rheinland-pfälzische CDU ist wohl die einzige Partei bundesweit, die es schafft in der Opposition zu verfilzen. Das Agieren Frau Klöckners in Sachen DB-Konzernbevollmächtigten würde jeder philippinischen Bananenrepublik-Potentatin Respekt abringen.

Einem ausgewiesenen Fachmann wie Udo Wagner, der sich allen Beteiligten gegenüber stets fair und professionell verhalten und viel für Rheinland-Pfalz erreicht hat, soll genau das jetzt zum Verhängnis werden? Willkommen im „System Klöckner“: Kleinkariert und beleidigt mokiert sich die CDU-Chefin über Erfolge, die wichtig für die Bürgerinnen und Bürger sind – nur weil sie sich diese nicht auf die Parteifahne schreiben kann. Frau Klöckners Verhalten schadet damit den Interessen des Landes Rheinland-Pfalz.

Ich frage Frau Klöckner: Trifft es zu, dass Sie in dieser Angelegenheit persönlich gegenüber Bahnchef Grube initiativ geworden sind? Trifft es zu, dass rheinland-pfälzische Abgeordnete der CDU gegenüber Vertretern der Bahn initiativ geworden sind? Gab es eine Verabredung in Gremien der rheinland-pfälzischen CDU oder der CDU-Landtagsfraktion, Herrn Wagner um seine Position zu bringen?“

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