Rheinpfalz-Interview: Klöckner argumentiert an Tatsachen vorbei

Pflege

Hering und Anklam-Trapp: Frau Klöckner verschläft wichtige Entwicklungen in der Pflege

Mainz, 15.11.12. „Es ist unverantwortlich durch Wiederholen falscher Sachverhalte ein verzerrtes Bild der Situation der Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz zu vermitteln und damit Ängste in der Bevölkerung zu schüren, wie es die Partei- und Fraktionsvorsitzende der rheinland-pfälzischen Union heute in einem Interview in der RHEINPFALZ versucht“, so der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hendrik Hering, und die Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Kathrin Anklam-Trapp.

Die SPD-Politiker kritisieren insbesondere die Aussage Klöckners, in Rheinland-Pfalz herrsche akuter Pflegemangel. Das lassen Hering und Anklam-Trapp so nicht gelten. Aktuell wurde gerade in der vergangenen Woche im Rahmen einer Aktuellen Stunde erneut eingehend die Situation der Akteure im Gesundheitswesen und in der Pflege diskutiert.

Hering und Anklam-Trapp: „Rheinland-Pfalz unternimmt seit Jahren große Anstrengungen, um den Fachkräftebedarf in den Gesundheitsfachberufen auch für die Zukunft zu decken. Dazu gehören das Branchenmonitoring Gesundheitsfachberufe, die Einführung des Ausgleichsverfahrens in der Altenpflegeausbildung, Maßnahmen zur Steigerung der Durchlässigkeit in der Aus- und Weiterbildung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen. Gezielt und systematisch wird auf dieser Basis schon seit über zehn Jahren aktiv einem drohenden Fachkräftemangel entgegen gewirkt. Mit einem Dreiklang aus Ausbildung, Qualifizierung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen sollen junge Menschen, aber auch Menschen mit einer ursprünglich anderen oder einer unzureichenden Qualifikation für einen Beruf in der Pflege gewonnen und diejenigen, die einen Pflegeberuf ausüben, im Beruf gehalten werden.“

Hering und Anklam-Trapp: „Auch die Diskussion zur Einführung einer Pflegekammer ist nicht neu. Bereits im März dieses Jahres hat Sozialministerin Malu Dreyer die Vorgehensweise zur Organisation einer solchen Berufskammer erläutert. Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion hat sich der fachlich zuständige Ausschuss des Landtags im Mai eingehend damit befasst. Wir befinden uns mitten im Verfahren. Dieser Zug scheint an Frau Klöckner spurlos vorbei gefahren zu sein. Wir freuen uns trotzdem, wenn Frau Klöckner jetzt noch einsteigen möchte.“

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