Hundert Kinder und Jugendliche lauschen in Staatskanzlei Geschichten und diskutieren mit den Vorlesern

Vorlesetag 2012

110 Mainzer Schüler lauschen Geschichten in der Staatskanzlei

Mainz, 16.11.12 „Lesen macht nicht nur schlau, sondern vor allem auch Freude. Wenn Kinder dies von klein auf erfahren, dann wird das Lesen sie ihr ganzes Leben lang begleiten. Deshalb sind wir heute gerne bei Deutschlands größtem Vorlesefest dabei und wollen damit ein Zeichen für das Lesen setzen“, sagte Ministerpräsident Beck zu rund 110 Mainzer Schülerinnen und Schülern im Festsaal der Staatskanzlei. Wie auch im letzten Jahren war die rheinland-pfälzische Regierungszentrale am mittlerweile neunten bundesweiten Vorlesetag mit einem großen Vorleseevent beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler aus vier Klassen vier unterschiedlicher Schulformen konnten vier Geschichten mit vier verschiedenen Themen in vier Räumen der Staatskanzlei lauschen und mit ihren Vorlesern diskutieren.

„Lesen ist durch nichts zu ersetzen, weil Bilder im eigenen Kopf entstehen und damit die Phantasie angeregt wird. Beim Lesen lernt man die Welt auf ganz besondere Weise kennen“, sagte Ministerpräsident Beck und verriet, dass er als Kind besonders gerne Weltraumgeschichten gelesen und sich dabei auf fremden Planeten geradezu daheim gefühlt habe. Nach der Begrüßung durch den Ministerpräsidenten und einem gemeinsamen Foto gingen die Kinder und Jugendlichen in ihre jeweiligen Vorlesegruppen.

Im Weinkeller erfuhren die Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse der Goetheschule von Klaus Hafner, Stadionsprecher des FSV Mainz 05, vieles über Fußball, aber auch über die Lebenssituation der Kinder in Tansania. Er las eine Geschichte aus dem Kinderbuch von Hermann Schulz „Mandela und Nelson: Das Länderspiel“ vor.

Eine 5. Klasse der Realschule plus Gonsenheim konnte im Alten Kabinettsaal die Chancen und Risiken neuer Medienformate am Beispiel der Castingshows abwägen. Marc Wensierski, stellvertretender Sprecher der Landesregierung, las aus dem Buch „ Und Morgen ein Star…“ von Wolfgang Korn vor und diskutierte mit den Kindern.

Eine 8. Klasse der IGS Mainz-Hechtsheim kam dem Geheimnis, wo der sagenumwobene Schatz der Nibelungen liegen könnte, näher. Dr. Bodo Benzner, Referent für Landesspezifische Forschungsvorhaben und Fragen des gesellschaftspolitischen Wandels in der Staatskanzlei, vermittelte im Stresemannsaal „Geschichte zum Anfassen“ und las zwei Kapitel aus dem Nibelungenlied vor.

Eine 9. Klasse des Gymnasiums am Kurfürstlichen Schloss erlebte „Politik live“ mit Ministerpräsident Kurt Beck. Im Festsaal las der Ministerpräsident eine Geschichte aus Klaus Kordons „1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder“ vor. In dem ergreifenden Roman werden die Ereignisse um das Jahr 1848 aus der Sicht der kleinen Leute erzählt. Anschließend diskutierte der Ministerpräsident mit den Schülerinnen und Schülern über aktuelle politische Fragen.

Der bundesweite Vorlesetag gilt als das größte Ereignis der Vorlesekultur in Deutschland. Die Initiatoren, DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn, möchten damit Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern. Der Aktionstag folgt der Idee, dass Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, an diesem Tag anderen vorliest. In diesem Jahr konnte mit 40.000 Vorleserinnen und Vorlesern ein neuer Teilnehmerrekord erreicht werden. Auch viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien waren dabei.

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