Tagung zu Obermesopotamien

Historische Geographie Obermesopotamiens im Gebiet zwischen Euphrat und Habur

Zweites Kolloquium des deutsch-französischen Projekts „Historische Geographie Obermesopotamiens“ (HIGEOMES) am 23. und 24. November 2012 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

(Mainz, 16.11.12 2012, voi) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die französische Nationale Forschungsagentur (ANR) fördern das auf drei Jahre angelegte binationale Projekt zur „Historischen Geographie Obermesopotamiens“ (HIGEOMES), an dem die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Fachhochschule Mainz beteiligt sind. Im Rahmen des HIGEOMES-Projekts veranstaltet das Institut für Ägyptologie und Altorientalistik der JGU am 23. und 24. November 2012 das zweitägige Kolloquium „Historische Geographie Obermesopotamiens im Gebiet zwischen Euphrat und Habur“ mit Referenten aus Deutschland, Frankreich und Dänemark. Themenschwerpunkte sind die Landschaft Obermesopotamiens ebenso wie die archäologische und philologische Evidenz zur historischen Geographie Obermesopotamiens im späten 3. und 2. vorchristlichen Jahrtausend. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen. Das Tagungsprogramm ist unter http://www.aegyptologie-altorientalistik.uni-mainz.de/Dateien/HIGEOMES_Flyer.pdf verfügbar. Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Die Erforschung Obermesopotamiens hat in den letzten Jahrzehnten erheblich an Dynamik gewonnen. Neben den regulären Grabungen haben Rettungsgrabungen im Kontext von Staudammprojekten sowie eine ganze Reihe von Surveys bislang wenig erforschte Gebiete erschlossen. Durch Neufunde von Texten und die intensivierte Aufarbeitung bislang unpublizierter Bestände vermehrt sich das Material der schriftlichen Quellen derzeit beträchtlich. Untersuchungen zu Paläo-Umwelt und Geoarchäologie stellen weitere, wichtige Evidenzen für die Geschichte Obermesopotamiens bereit. Ziel von HIGEOMES ist es, modellhaft für das 2. Jahrtausend v. Chr. eine Verknüpfung der drei typologisch unterschiedlichen Datengruppen aus Archäologie, Schriftquellen und Paläo-Daten im Sinne einer deskriptiven historischen Geographie Obermesopotamiens zu erstellen. Die ‚relative Geographie‘ der Großregion, die anhand der Schriftquellen erstellt werden kann, soll durch die Verbindung mit den archäologischen Forschungen in eine ‚absolute Geographie‘ überführt werden.

Das interdisziplinäre Projekt wird von einer Kooperation der Altorientalischen Philologie, der Vorderasiatischen Archäologie und der Geoinformatik und Informationstechnik getragen. Die Koordination des philologischen Parts obliegt Prof. Dr. Nele Ziegler vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris und Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum vom Institut für Altorientalistik der Freien Universität Berlin; die Geoinformatik wird vertreten von Prof. Dr. Frank Boochs und Prof. Kai-Christian Bruhn von der Fachhochschule Mainz; der archäologische Bereich des Projekts wird von Univ.- Prof. Dr. Adelheid Otto vom Institut für Ägyptologie und Altorientalistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) koordiniert.

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