Winzer pflanzen vermehrt internationale Sorten

Winzer bevorzugen Burgundersorten Rieslinganbau auf neuem Höchststand

Bad Ems, 16.11.12 Die rheinland-pfälzischen Winzer setzen immer stärker auf international bekannte Rebsorten. Gleichzeitig weiten sie den Rieslinganbau aus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes verzeichnete der Weißburgunder (Pinot Blanc) gegenüber dem Jahr 2008 mit 464 Hektar die größte Flächenausweitung. Er wird jetzt auf 2.637 Hektar angebaut. Die Hinwendung zu international bekannten Sorten belegen auch die Zuwächse beim Grauburgunder (Pinot Grigio oder Ruländer) und bei dem ebenfalls aus dem Burgund stammenden Chardonnay. Demgegenüber wiesen Kerner, Müller-Thurgau, Scheurebe und Silvaner deutliche Flächenverluste auf.

Die wichtigste Rebsorte im Land, der Riesling, erreichte in diesem Jahr mit 16.462 Hektar bestockter Rebfläche einen neuen Höchststand. Gegenüber dem Jahr 2008 war das ein Zuwachs um 381 Hektar.

Insgesamt umfasste nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei zum 31. Mai 2012 die bestockte Rebfläche in Rheinland-Pfalz 63.850 Hektar. Gegenüber dem Jahr 2008 verringerte sie sich um 145 Hektar. Von der gesamten Rebfläche waren 69 Prozent (44.102 Hektar) mit weißen Rebsorten bestockt.

Auch im Rotweinsegment verzeichnete eine Rebsorte aus dem Burgund den größten Zuwachs. Spätburgunder legte gegenüber 2008 um 154 auf 4.063 Hektar zu. Die Fläche der wichtigsten roten Rebsorte, Dornfelder, wuchs in diesem Zeitraum um 116 auf 7.557 Hektar. Den größten Flächenverlust im roten Segment wies der Portugieser auf. Sein Anbauareal umfasst nur noch 3.523 Hektar (Minus 477 Hektar).

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region, z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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