Mehr Aufträge im Bau

Bauhauptgewerbe erhielt im September mehr Aufträge Umsätze gingen zurück

Bad Ems, 21.11.12 Die Nachfrage nach Bauleistungen ist im September gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems verzeichnete das Bauhauptgewerbe sowohl gegenüber September 2011 als auch im Vergleich zum August 2012 höhere Auftragseingänge. Die Umsätze lagen dagegen unter den jeweiligen Vergleichsmonaten.

Veränderung gegenüber September 2011: Auftragseingänge plus 7,4 Prozent, Umsätze minus 4,5 Prozent

Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Auftragseingänge um 7,4 Prozent, was vor allem auf ein deutliches Plus von 24,5 Prozent im Tiefbau zurückzuführen ist. Dagegen gingen im Hochbau 7,7 Prozent weniger Aufträge ein als im September 2011. Grund dafür war ein starker Rückgang im gewerblichen Hochbau um 44,5 Prozent.

Der baugewerbliche Umsatz sank im Vergleich zum September 2011 um 4,5 Prozent auf knapp 263 Millionen Euro. Sowohl der Hochbau (minus 3,8 Prozent auf rund 123 Millionen Euro) als auch der Tiefbau (minus 5,1 Prozent auf etwa 140 Millionen Euro) verzeichneten Rückgänge.

Veränderung gegenüber August 2012: Auftragseingänge plus 33,2 Prozent, Umsätze minus 3,1 Prozent

Gegenüber dem Vormonat verbesserte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im September 2012 um 33,2 Prozent. Der deutliche Anstieg im Hochbau (plus 25,6 Prozent) wird in erster Linie durch Großaufträge im öffentlichen Hochbau bestimmt (plus 95,7 Prozent). Im Tiefbau (plus 40,4 Prozent) trugen alle Bereiche zu der klaren Verbesserung bei.

Im Vergleich zum August 2012 ging der Umsatz um 3,1 Prozent zurück. Im Hochbau wurde ein Minus von 6,3 Prozent registriert. Dagegen blieb der Umsatz im Tiefbau gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent).

Veränderung gegenüber Januar bis September 2011: Auftragseingänge plus 2,2 Prozent, Umsätze minus 0,2 Prozent

In den ersten neun Monaten 2012 verbesserten sich die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent. Der Hochbau registrierte ein Plus von 4,3 Prozent; im Tiefbau gab es einen geringen Anstieg um 0,3 Prozent.

Der baugewerbliche Umsatz blieb leicht hinter dem Ergebnis der ersten neun Monate des Vorjahres zurück (minus 0,2 Prozent). Zu der Umsatzsteigerung im Hochbau (plus 6,2 Prozent) trug in erster Linie der stark verbesserte Wohnungsbau bei (plus 22,8 Prozent). Die Umsätze im Tiefbau lagen dagegen um 6 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat bereitgestellt. Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe. Die Meldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu beachten, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch Großaufträge geprägt ist.

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