Grüne kritisieren grenznahes Atommüllendlager Bure

Rissbildungen in Atommüllendlager Bure möglich

Mainz, 22.11.12 Anlässlich der Behandlung des Themas Atommüllendlager Bure im Wirtschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags erklärt Stephanie Nabinger, Atompolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

„Rheinland-Pfalz muss am öffentlichen Beteiligungsverfahren für das geplante Atommüllendlager Bure beteiligt werden. Der Ausschuss hat sich daher dafür ausgesprochen, dass die Landesregierung entsprechend mit den Verantwortlichen in Frankreich verhandelt. Ein geplantes Atomendlager so nahe an unseren Grenzen erfordert ein transparentes und offenes Beteiligungsverfahren, das auch die Anrainer einschließt.

Wir GRÜNE haben größte Bedenken gegen das Projekt eines Atommüllendlagers so nahe an unserer Grenze. Ein Gegengutachten das Institute for Engery and Environmental Research im amerikanischen Maryland hat gezeigt, dass der Standort aufgrund möglicher Verwerfungen in der Tonschicht ungeeignet ist. Rissbildungen sind demnach möglich.

Hintergrund

Frankreich plant das weltweit erste Atommüllendlager für hochradioaktiven Atommüll in Bure zu errichten (durchgeführt von der Nationalen Agentur für die Behandlung radioaktiver Abfälle – l’Agence nationale pour la gestion des déchets radioactif – ANDRA). Bure ist ca. 140 Km von Rheinland-Pfalz enfernt. Begonnen wurden die Bohrarbeiten in Bure bereits 1994.

Nach bisheriger Planung könnte der erste Atommüll ab 2025 in Bure landen. Zuvor ist 2013 eine öffentliche Anhörung geplant – bisher ohne Beteiligung der Anrainer-Staaten.

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