Umsatzrückgänge im Gastgewerbe

Gastgewerbe setzte weniger um

Mehr Teilzeit-, weniger Vollzeitkräfte

Bad Ems, 22.11.12 Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe erzielte in den ersten drei Quartalen 2012 weniger Umsatz als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse nominal, also zu jeweiligen Preisen, um 1,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Real – d. h. um Preisveränderungen bereinigt – verminderten sie sich um 3,7 Prozent (Deutschland: nominal plus 2,7 Prozent, real plus 0,6 Prozent).

Die Gastronomie, in der etwa 60 Prozent der Gastgewerbeumsätze erwirtschaftet werden, büßte nominal 2,4 Prozent und real 4,3 Prozent ein. Die speisengeprägte Gastronomie (Restaurants, Gaststätten, Cafés, Eissalons, Imbissstuben) meldete ein Umsatzminus von nominal 3,9 Prozent; real lagen die Umsätze um 5,8 Prozent unter denen des Vorjahres. In der getränkegeprägten Gastronomie (Schankwirtschaften, Diskotheken und Bars) lagen die Erlöse sowohl nominal (minus 0,1 Prozent) als auch real (minus 2,1 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Wirtschaftszweig »Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen« verzeichnete demgegenüber Umsatzzuwächse von nominal plus 2,6 und real plus 0,6 Prozent. Im Beherbergungsgewerbe lagen die Umsätze nominal um 0,9 Prozent und real um 2,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe stieg von Januar bis September 2012 insgesamt um 1,3 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war die Entwicklung bei den Teilzeitkräften mit einem Plus von 2,1 Prozent, während sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,3 Prozent verminderte.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei etwa 250 Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Das sind rund zwei Prozent aller Gastgewerbebetriebe im Land. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.

Autor: Peter Lübbers (Referat Unternehmensstatistiken)

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