DRV stabil – Regionale Rehabilitation

Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz Thema: Rentenversicherung: Erfreuliche Finanzen, schnelle Bearbeitung und Investitionen in die Zukunft

Speyer, 23.11.12. „Die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung sind auch in diesem Jahr in einer äußerst robusten Verfassung“, stellte Hans-Walter Scheurer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, heute vor der Vertreterversammlung, dem „Parlament“ der rheinland-pfälzischen Rentenversicherung in Speyer fest. Dank des Anstiegs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen sind die Beitragseinnahmen erneut deutlich gestiegen. Zum Jahresende erwartet die Rentenversicherung eine Nachhaltigkeitsrücklage von 29,4 Milliarden oder rund 1,7 Monatsausgaben. Dies wäre der höchste Wert seit 1993. Deshalb könnte zum 1. Januar 2013 der Beitragssatz erneut sinken – um voraussichtlich 0,7 Prozentpunkte auf dann 18,9 Prozent. Der Bundestag hat dem bereits zugestimmt, der Bundesrat wird heute – mit noch offenem Ausgang – darüber beraten. Von einem niedrigeren Beitragssatz würden zeitversetzt über eine höhere Rentenanpassung auch die Rentner profitieren. Scheurer sprach sich aber erneut für eine ausreichende Nachhaltigkeitsrücklage aus, die auch in konjunkturell schwierigen Zeiten die Liquidität der Rentenversicherung gewährleiste.

Rente mit 67 Hans-Walter Scheurer, der die Arbeitgeberseite im Vorstand vertritt, zog eine erste Zwischenbilanz zur Rente mit 67. Die Regelungen greifen schrittweise seit Jahresbeginn für Versicherte, die ab 1947 geboren sind. Bis Oktober waren bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz 6 500 Menschen betroffen. Sie erhielten erst mit 65 Jahren und 1 Monat ihre Regelaltersrente. Die neu eingeführte Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die es bereits ab 65 Jahren ohne Abschläge gibt, wurde 400-mal beantragt. Insgesamt sind in den ersten zehn Monaten rund 13 700 Menschen in Altersrente gegangen. Nach wie vor liegen die Bearbeitungszeiten der Rentenanträge beim Speyerer Rentenversicherungsträger innerhalb der Rentenversicherung ganz weit vorne. In durchschnittlich 29 Tagen erhält der Kunde seine Rentenbewilligung, hob Geschäftsführer Hartmut Hüfken im Lagebericht der Geschäftsleitung hervor.

Positiv auf die Bearbeitungszeiten wirkt sich auch der elektronische Rentenantrag aus, der in allen Auskunfts- und Beratungsstellen und bei 199 Kommunen in Rheinland-Pfalz eingesetzt wird.

Rehabilitation und Kliniken ?Mit unserer konsequent regional ausgerichteten Rehabilitation haben wir uns bundesweite Anerkennung verschafft?, so Hüfken. Angesichts rapider Veränderungen in der Arbeitswelt, einer längeren Lebensarbeitszeit und einem Zuwachs an psychosomatischen und psychischen Erkrankungen gewinne der enge Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt und die Vernetzung aller Beteiligten immer mehr an Bedeutung. Um weiter eine qualitativ hochwertige Rehabilitation anbieten zu können, seien in drei der vier eigenen Fachkliniken zum Teil größere Investitionen vorgesehen. Bei der Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen in Eußerthal werde das nicht mehr renovierungsfähige Bettenhaus aus den fünfziger Jahren ersetzt. Die Arbeiten an dem 22-Millionen-Euro-Projekt sollen Mitte nächsten Jahres beginnen.

Auskunft und Beratung Neu im Servicespektrum der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz sind die individuellen Intensivgespräche zur Altersvorsorge. Konkrete Produkte dürfen die Rentenexperten der Auskunfts- und Beratungsstellen zwar nicht empfehlen, aber sie können verdeutlichen, wie wichtig eine zusätzliche Vorsorge für das Alter sein kann. Wichtige Planungsgrundlage bei der Altersvorsorge ist die Renteninformation, die rund 700 000 Menschen vom rheinland-pfälzischen Rentenversicherer jedes Jahr erhalten.

Ausbildung Mit einer beachtlichen Ausbildungsquote von 5,5 Prozent setzt der rheinland-pfälzische Rentenversicherungsträger auf qualifizierte Nachwuchskräfte. Derzeit sind 120 junge Menschen in Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten oder in einem dualen Bachelor-Studium.

Haushalt 2013

Die Vertreterversammlung beschloss unter der Leitung von Uwe Klemens, Vertreter der Versicherten und Verdi-Landeschef, außerdem den Haushalt 2013. Mit 5,61 Milliarden Euro geht die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz in das neue Jahr. Die wichtigsten Einnahmen sind die Beiträge mit 4,3 Milliarden Euro und die Zahlungen des Bundes mit 1,2 Milliarden Euro. Den weitaus größten Teil gibt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz gleich als Renten (4,7 Milliarden Euro), Krankenversicherungsbeiträge der Rentner (326 Millionen Euro) und Leistungen für medizinische und berufliche Rehabilitation (156 Millionen Euro) an ihre Versicherten und Rentner weiter. Die Verwaltungskosten sind mit 112 Millionen Euro veranschlagt.

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