Deutscher Lehrerpreis auch nach Rheinland Pfalz

Ehrung für herausragende pädagogische Leistungen

Pädagogen aus Rheinland-Pfalz mit dem „Deutschen Lehrerpreis“ ausgezeichnet Feierliche Preisverleihung in Berlin +++ Rüdiger Keil und Dr. Alexander Ritter aus Bad Kreuznach für ihr innovatives Unterrichtsprojekt ausgezeichnet +++ Dr. Ulrich Königstein aus Ramstein-Miesenbach für sein besonderes Engagement ausgezeichnet +++ Insgesamt 16 Lehrerinnen und Lehrer und sechs Lehrerteams bundesweit prämiert +++

Berlin/Düsseldorf, 26.11.12 Heute wurden in Berlin die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin und Kultusminister a. D. des Landes Sachsen-Anhalt, gratulierte dabei auch Dr. Ulrich Königstein, Lehrer am Gymnasium Ramstein-Miesenbach, sowie Rüdiger Keil und Dr. Alexander Ritter, beide Lehrer am Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach. Rund 3.500 Schüler und Lehrer hatten sich auch dieses Jahr wieder am „Deutschen Lehrerpreis“ beteiligt, der seit 2009 jährlich von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) vergeben wird.

Rüdiger Keil und Dr. Alexander Ritter erhielten den Sonderpreis des Kooperationspartners DIE ZEIT in der Kategorie 1 „Lehrer: Unterricht innovativ“ und 1.000 Euro Preisgeld für ihr fächerübergreifendes, im Team realisiertes innovatives Unterrichtsprojekt „Blutiger Sommer“. Sie hatten gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern in den Fächern Englisch, Geschichte und Erdkunde ein Reisetagebuch aus der Zeit des 30-jährigen Kriegs nach einer Vorlage in englischer Sprache übersetzt und als kommentierte Quellenedition und als Hörbuch nunmehr schon in der zweiten Auflage veröffentlicht.

Dr. Ulrich Königstein war von seinen Schülern nominiert worden und erhielt den „Deutschen Lehrerpreis“ in der Kategorie 2 „Schüler zeichnen Lehrer aus“ für sein herausragendes soziales Engagement, das verantwortungsvolle Miteinander von Schülern und Lehrern zu fördern.

Doris Ahnen, rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und Mitglied der Wettbewerbsjury, würdigte das Engagement aller ausgezeichneten Lehrerinnen und Lehrer und betonte: „Besonders freue ich mich für die drei Preisträger aus meinem Bundesland. Die Auszeichnungen für Herrn Keil, Herrn Dr. Ritter und Herrn Dr. Königstein belegen nicht nur, wie interessant und spannend Unterricht heutzutage sein kann. Sie zeigen auch, dass Schule oftmals mehr leistet als Wissen zu vermitteln. Es ist für eine engagierte Lehrkraft das schönste Lob, wenn die Schülerinnen und Schüler als ,eigentliche Experten für Schule‘ begeistert beschreiben, wie sie über das Fachliche hinaus in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt wurden und in problematischen Situationen Hilfe erfahren haben.“ Die Preise seien aber nicht nur Anlass zu Freude, sondern sicher auch Ansporn für die vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrer im Land, die täglich mit großem persönlichem Einsatz ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen und junge Menschen auf die beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen vorbereiten.

Das Konzept des „Deutschen Lehrerpreises“ verbindet zwei Elemente: Ein authentisches Schüler-Votum sowie die fachlich fundierte Bewertung innovativer Unterrichtskonzepte. Dabei werden die Lehrer nicht nur als Wissensvermittler, sondern auch als sozial engagierte Persönlichkeiten geehrt, die junge Menschen während dieser prägenden Lebensphase fördern und unterstützen. In der Kategorie 1 „Lehrer: Unterricht innovativ“ bewerben sich die Lehrer mit ihren fächerübergreifenden und im Team realisierten innovativen Unterrichtsmodellen. In der Kategorie 2 „Schüler zeichnen Lehrer aus“ können Schüler online in einem Schreiben begründen, warum ihre Lehrerin oder ihr Lehrer diese Auszeichnung verdient.

Die Jury vergab dieses Jahr sechs Auszeichnungen nach Nordrhein-Westfalen und vier nach Bayern. Je zwei Trophäen gingen nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Jeweils eine Auszeichnung wurde nach Berlin, Bremen und Hamburg sowie an die Deutsche Schule Tokyo Yokohama vergeben.

Alle Einsendungen wurden zunächst von einem bundesweiten Gutachterkreis bewertet, bevor eine hochrangig besetzte Jury über die Gewinner entschied. Der Jury gehörten unter anderem an: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz, Brunhild Kurth, Sächsische Staatsministerin für Kultus, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung und Dekan der TUM School of Education, Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Susanne Porsche, Mitglied des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland, sowie als Schülervertreter Yasemin Cec und Paul Assmann.

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