Milchpreise müssen kostendeckend sein

Milchbauernprotest in Brüssel

ErzeugerInnen brauchen auskömmliche Preise

Mainz, 26.11.12. Zu dem Protest des Bundesverbands Deutscher Milchbauern „1000 Schlepper nach Brüssel“ im Bündnis mit dem European Milk Board erklären gemeinsam die landwirtschaftspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen der GRÜNEN Dietmar Johnen (Rheinland-Pfalz), Norwich Rüße (Nordrhein-Westfalen), Martin Hahn (Baden-Württemberg) und Bernd Voß (Schleswig-Holstein).

„Wir unterstützen den Protest des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter und erklären uns solidarisch mit dessen Ziel, dass MilcherzeugerInnen im Markt faire Rahmenbedingungen erhalten müssen. Dazu gehören aus unserer Sicht selbstverständlich auch auskömmliche Milchpreise für die Bauern. Die aktuelle Politik der Bundesregierung und der EU hat durch Anreize zur Überproduktion, die einseitig die Interessen der Milchindustrie bedient, die Milchpreise unter die Produktionskosten getrieben. Das muss beendet werden.

Die Kosten der bäuerlichen Milcherzeugung in Europa sind seit 2009 nicht mehr gedeckt. Eine große Zahl an Betrieben hat in den letzten Jahren die Hoftore für immer geschlossen oder steht vor der Notwendigkeit dieses Schrittes. Der politische Handlungsdruck ist groß, auch im Interesse der nachhaltigen Wirtschaftskraft in unseren ländlichen Räumen.

Wir unterstützen daher ausdrücklich den Marsch der Bauern und Bäuerinnen nach Brüssel, der für den 26. und 27. November vorgesehen ist. Es ist wichtig, dass das Thema eine breite Öffentlichkeit erfährt und die politischen Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass eine bäuerliche Milchviehhaltung in Europa Zukunft hat.“

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