Gute und gesunde Ernährung fängt in der KiTa an

Initiative „Kita isst besser“

Höfken/ Alt: Land fördert 15 Modell-Kitas für gesunde Ernährung

Mainz, 27.11.12 Im Rahmen der Initiative „Kita isst besser“ fördert die Landesregierung 15 Modell-Kitas im ganzen Land, die Ernährung und Ernährungsbildung zu ihrem Schwerpunkt machen werden. Die Resonanz auf die Ausschreibung des Ernährungsministeriums war groß: Mehr als 80 Kitas hatten sich beworben, um an dem Projekt teilzunehmen.

Ernährungsministerin Ulrike Höfken hat die 15 ausgewählten Kitas am Dienstag in Mainz vorgestellt. Damit sie ihre Konzepte rund ums Essen weiterentwickeln können, stellt das Land im Jahr pro Kita bis zu 5000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld können die Einrichtungen Materialien zur Ernährungsbildung finanzieren.

„Gutes Essen macht fit, das will von Kleinauf gelernt sein“ betonte Höfken. Richtig essen lernen – damit sei keineswegs nur der Umgang mit Messer und Gabel oder das Einhalten von Tischsitten gemeint – sei eine der wichtigsten Bildungsaufgaben, um Fehlentwicklungen wie Übergewicht und Diabetes des Typs 2 bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. Mit der Initiative „Kita isst besser“, die auch die Ausweitung des Schulobstprogramms auf Kitas beinhalte, werde die Landesregierung die Ernährungsbildung Stück für Stück flächendeckend ausbauen.

„Neben der Familie ist die Kita einer der wichtigsten Lernorte für Kinder. Wir wissen, dass Bewegung und gesunde Ernährung unabdingbare Voraussetzungen sind, damit sich Kinder gut entwickeln und gesund aufwachsen. Das große Echo der Kitas zeigt, dass sich die Einrichtungen ihrer Verantwortung voll bewusst sind“, erklärte Kinder- und Jugendministerin Irene Alt.

Ziel der Initiative „Kita isst besser“ des Ernährungs- und des Familienministeriums ist es, alle Aspekte einer gesunden Ernährung im Bildungs- und Erziehungskonzept von Kindertagesstätten langfristig zu verankern. Dazu gehört zum einen eine gesunde und ausgewogene Verpflegung aber ebenso Ernährungsbildung für Kinder, Fortbildung für Erzieherinnen und Hauswirtschaftskräfte sowie eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Kita und Familie.

Zu dem Projekt gehört deshalb auch die Vernetzung von Akteuren und Verantwortlichen im Umfeld der jeweiligen Kita, wie Träger, Jugendamt, Gesundheitsamt, Fachberatungen und örtliche Anbieter von Bildungsmaßnahmen. Über eine gezielte Elternarbeit sollen auch die Familien erreicht werden.

Höfken: „Ernährungsbildung und gesunde Ernährung werden nur erfolgreich sein, wenn Schulen, Kindertagesstätten und Familien an einem Strang ziehen. Deshalb ist die Vernetzung der Akteure so wichtig.“ Die pädagogischen Teams der 15 Modell-Kitas erhalten zunächst ein einjähriges Coaching durch Ernährungsberaterinnen der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) und sollen dann als Vorbild-Kitas für die anderen Kindertagesstätten des Landes fungieren. Für jede Kita werden im Rahmen des Coachings individuell Maßnahmenpakete entwickelt, die eine Gesundheitsförderung durch richtige Ernährung dauerhaft verankern. Folgende Kitas nehmen an dem Projekt teil: Liste mit 15 Einträgen • Kita „St. Marien“, Prüm-Niederprüm, Landkreis Bitburg-Prüm • Kita Berglicht, Berglicht (VG Thalfang), Bernkastel-Wittlich • Kath. Kita St. Amandus, Konz-Könen, Trier-Saarburg • Evan. Kita Morgenstern, Nierstein, Mainz-Bingen • Coface Kids Mainz, Mainz • Städt. Kinderkrippe Gleiwitzer Straße, Mainz • Kindergarten St. Pantaleon, Unkel-Scheuren, Neuwied • Kita Glockenspitze, Altenkirchen • Hachenburger Kinderhaus, Hachenburg, Westerwald • Kath. Kita St. Christophorus, Speyer • Kita Am Alten Steinbruch, Hettenleidelheim, Bad Dürkheim • Ev. Kindergarten + Hort Arche-Noah, Lambrecht, Bad Dürkheim • Kath. Kita Heilig Kreuz, Kaiserslautern • Haus für Kinder, Bruchmühlbach-Miesau, Kaiserslautern • Prot. Kita „Arche Noah“, Waldfischbach, Südwestpfalz Listenende

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