Was macht ein mobiler Propangasofen in einem Neubau?

Brand in Behindertenwerkstatt

Die Frage sei erlaubt

Mainz, 28.11.12. hpt. Wie heute abend berichtet wurde, ist die Brandursache in der Behindertenwerkstatt Titiseee ein mobiler Gasofen. Der mittels einer Propangasflasche betriebene Ofen stand in einem Produktionsraum der Werkstatt.

Fahrbare Propangasheizöfen sind in den Mittelmeerländern eine der Hauptursachen für Brände in der Heizsaison. Die Schläuche, mit denen die Propangasflaschen mit dem Brenner verbunden sind, können porös sein. Auch können die Verbindungen zwischen Schlauch und Flasche oder Schlauch und Brenner gelockert sein. Gründe hierfür können Fahrlässigkeit beim Anschluß sein. Auch können Erschütterungen, wie bei der Kollision des fahrbaren Heizofens mit Gabelstaplern, Transportbehältern oder auch Rollstühlen einen Grund für den Gasaustritt darstellen.

Selbst bei störungsfreiem Betrieb ist der Gebrauch dieser Öfen in Werkräumen mit mehreren Mitarbeitern höchst bedenklich. Der Betrieb dieser Öfen verbraucht Sauerstoff, den die dort Beschäftigten zum Atmen brauchen. Gerade körperbehinderte Menschen können chronische Atemprobleme haben, ein Arbeiten für sie in solchen Räumen dürfte ausgeschlossen sein.

Völlig unverständlich ist aber, wie es möglich ist, daß eine erst vor zwei Jahren eröffnete Behindertenwerkstatt zumindest in Teilen mit mobilen Propangasöfen beheizt wird. Sind dem Betreiber, der Caritas, konventionelle, stationäre Heizungsanlagen unbekannt?

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