Vogelschutzgebiet Nahetal bietet seltenen Arten Lebensraum

Bewirtschaftungsplan für das Vogelschutzgebiet „Nahetal“ vorgestellt

Koblenz, 28.11.12 Das Vogelschutzgebiet „Nahetal“ mit einer Flächengröße von etwa 12.758 Hektar ist eines der größeren Vogelschutzgebiete des Landes Rheinland-Pfalz. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord als Obere Naturschutzbehörde ist beauftragt, die erforderlichen Maßnahmen im Hinblick auf einen günstigen Erhaltungszustand der in den Natura 2000-Gebieten bedeutsamen Lebensraumtypen und Arten in Bewirtschaftungsplänen festzulegen.

Der Entwurf des Bewirtschaftungsplanes für das Vogelschutzgebiet „Nahetal“ wurde jetzt erstmals Vertretern der betroffenen Landkreise, Verbands- und Ortsgemeinden sowie Vertretern von Verbänden, Forstämtern und Landwirtschaftskammer in einer Informationsveranstaltung bei der Kreisverwaltung Bad Kreuznach vorgestellt.

„Das Vogelschutzgebiet „Nahetal“ mit seinen trockenen und felsigen Hängen, den Weinbauflächen, Wiesen und Brachen, den Auwaldbereichen und trockenen Wäldern ist für zahlreiche brütende Vogelarten von Bedeutung. Dies hat zur Ausweisung eines Vogelschutzgebietes im Rahmen des Natura 2000 Netzes der EU geführt, “ so Vizepräsident David Langner von der SGD Nord anlässlich der Begrüßung.

Einen ersten Überblick über das Vogelschutzgebiet und das Zustandekommen eines Bewirtschaftungsplanes vermittelte SGD Nord Mitarbeiter Manfred Braun. Ebenso wie die erforderliche Maßnahmen zum Erhalt und zum Schutz der Arten und über den Fortgang des Beteiligungsverfahrens. Thomas Grundwald vom Büro für Faunistik und Landschaftsökologie in Schöneberg, welches in enger Abstimmung mit der SGD Nord den Planentwurf erstellt hat, stellte anschließend in einem ausführlichen Vortrag mit vielen Fotos die vorkommenden Vogelarten und deren Lebensraumansprüche vor.

In der sich anschließenden Aussprache wurden mögliche Probleme im Hinblick auf Bauleitverfahren, Baumaßnahmen, Flächennutzungen, im Vogelschutzgebiet diskutiert. Ein Schwerpunkt bildete die landwirtschaftliche Nutzung in der Fläche und mögliche Förderprogramme, ohne die der Erhalt etlicher Offenlandarten nicht möglich ist. Auch das Thema Windkraftanlagen in Natura 2000-Gebieten war Thema.

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