Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen Frauen unterbeschäftigt

Arbeitsmarktzahlen

Beck/Dreyer: Potenziale von Frauen besser nutzen

Mainz, 29.11.12 „Rheinland-Pfalz hat weiterhin die drittniedrigste Arbeitslosenquote im Ländervergleich“, wie Arbeitsministerin Malu Dreyer und Ministerpräsident Kurt Beck heute anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen in Mainz unterstrichen. Danach sei die Arbeitslosigkeit im November in Rheinland-Pfalz leicht zurückgegangen. Insgesamt waren rund 104.500 Menschen in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet. Dies sind rund 240 weniger als im Vormonat und rund 3.250 mehr als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,0 Prozent auf 4,9 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 4,8 Prozent.

Im Hinblick auf den nach wie vor recht stabilen Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz betonten Beck und Dreyer, dass insbesondere Frauen immer noch in vielerlei Hinsicht am Arbeitsmarkt benachteiligt seien. Das betreffe sowohl das Problem der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern als auch die Beschäftigung von Frauen. „Frauen sind heute gut ausgebildet und hochqualifiziert. Sie sind mit das größte Fachkräftepotenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist. Angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs muss die Beschäftigung von Frauen verstärkt in den Fokus gerückt werden“, so der Ministerpräsident und die Ministerin. Die Erwerbstätigenquote von Frauen sei in den vergangenen Jahren zwar deutlich gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zum Stichtag März 2012 in Rheinland-Pfalz 46 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen. Allerdings sei dies vorwiegend auf die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen. „Hier bleiben Fähigkeiten und Kompetenzen ungenutzt, denn viele Frauen würden gerne ihr Arbeitszeitvolumen erhöhen. Zudem ist eine eigenständige Existenzsicherung durch eine auf Dauer angelegte Teilzeitbeschäftigung in den meisten Fällen nicht möglich“, so Beck und Dreyer.

In der Praxis aber sei die Teilzeitbeschäftigung häufig die einzige Möglichkeit Beruf und Familie zu vereinbaren. Dabei wünschten sich Frauen und Männer zunehmend eine partnerschaftliche Teilung der familiären und beruflichen Aufgaben. Ziel müsse es sein, Bedingungen zu schaffen, die Frauen und Männern gleichermaßen eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit und auch die Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit dem Beruf ermöglichen. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Fachkräftediskussion werde die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und familiären Aufgaben ein zentrales Thema sein.

„Die Landesregierung greift mit ihrer aktiven Arbeitsmarktpolitik diese Problematik auf. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes werden im nächsten Jahr 17 Projekte gefördert, die auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf abzielen und dazu beitragen, die Beschäftigung von Frauen zu erhöhen“, so Beck und Dreyer.

Teilzeit

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