ZsL mahnt bezahlbare und barrierefreie Wohnungen an

Wo bleibt der bezahlbare Wohnraum?

ZsL Mainz e.V. zu geplanten Bauvorhaben

Mainz, 04.12.12 In den letzten Tagen gab es mehrere Berichterstattungen über anstehende Bebauungen in Mainz, wie etwa im Zollhafen oder an den Bahngleisen in der Mombacher Straße.

Hinsichtlich der Nutzungsart wird überwiegend von Büro- und Geschäftsräumen sowie anderer gewerblicher Nutzung gesprochen. „Das Thema Wohnraum kommt hingegen vergleichsweise wenig vor“, bemerkt Gracia Schade, Geschäftsführerin des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL).. „Dabei besteht doch gerade hier erheblicher Bedarf.“ Dies sei auch kürzlich auf der Podiumsdiskussion „Bedarfsgerechter Wohnungsbau in Mainz“ im Zentrum für Baukultur zu erfahren gewesen. „ Natürlich möchte man als Gewerbetreibender eine möglichst exponierte Lage, andererseits stehen viele Büroimmobilien im Stadtgebiet leer“, gibt Schade zu bedenken. „ Wenn aber beispielsweise deren Umfeld aufgewertet würde, könnten an den nun zur Bebauung anstehenden Flächen mehr Wohnungen entstehen.“ Diese sollten dann allerdings auch bezahlbar sein, so Schade weiter, und von ihrer Struktur her Menschen mit Behinderung und den demografischen Wandel berücksichtigen. „Es ist zu befürchten, dass etwa die Wohnungen im Zollhafen in einem ähnlichen Preissegment liegen werden, wie die im Winterhafen – solche Immobilien nützen denen, die dringend auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, gar nichts“, so das Fazit von Gracia Schade.

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