Jugendkunstschulen sorgen für kulturelle Teilhabe

Geis: Jugendkunstschulen sind ein wichtiger Teil kultureller Jugendbildung – 5. Jugendkunstschultag in Pirmasens

Pirmasens, 05.12.12. „Herzlichen Glückwunsch zum fünften Jugendkunstschultag Rheinland-Pfalz – eine Idee hat Stabilität gewonnen. Jugendkunstschulen sind in unserem Bundesland ein wichtiger Träger kultureller Jugendbildung geworden, unverzichtbar wie die Musikschulen“, so gratuliert Manfred Geis, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zum jährlichen Treffen der Vertreterinnen und Vertreter lokaler Jugendkunstschulen, die sich aus ganz Rheinland-Pfalz zum fünften Mal, gestern bei der „Jugendkulturwerkstatt“ in Pirmasens, getroffen haben.

Thema der Tagung war „Marke Jugendkunstschule“. Dabei ging es zentral um die Frage, wie es den Einrichtungen gelingt, so unverwechselbar erkennbar zu werden, „dass sie vermisst würden, wenn es sie nicht mehr gäbe“, wie eine der auswärtigen Referentinnen, Dörte Inselmann vom Hamburger „Kunst-Palast“, in ihrem Einführungsreferat erklärte, bei dem sie von ihren Erfahrungen bei der Entwicklung der Marken „Hip Hop Academy“ und „Klangstrolche“ berichtete. Dieses und andere Themen wurden in drei parallelen Workshops über die Abgrenzung von Jugendkunstschulen zu anderen pädagogischen Einrichtungen, zur Arbeitsweise von Jugendkunstschulen und zur Entwicklung von Slogans für Jugendkunstschulen vertiefend diskutiert.

Zuvor hatte der für kulturelle Bildung zuständige Referent im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Michael Au, die Jugendkunstschulen ermuntert, Marketing in eigener Sache zu betreiben. Angesichts einer enormen Zunahme von Freizeitangeboten unterschiedlichster Art sei das unerlässlich.

„Die lebhaften Gespräche haben gezeigt, dass es vernünftig ist, den landesweiten Rahmen `Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz´ zu haben und durch die gemeinsame Entwicklung von Leitsätzen und Qualitätskriterien Orientierung für die Arbeit vor Ort zu geben und damit den vom Land geförderten lokalen Einrichtungen ein gemeinsames Dach und Schutz vor unangemessener Nachahmung zu geben“, resümiert Manfred Geis.

Das Land könne stolz darauf sein, dass in wenigen Jahren eine stabile Struktur von annähernd 40 Jugendkunstschulen in Rheinland-Pfalz entstanden sei, die mit der jährlichen Förderung des Landes von 300 000 Euro ein landesweites Netz verlässlicher Programmangebote biete.

„Dieser Ansatz kultureller Jugendbildung hat sich bewährt; den örtlichen Trägern der Einrichtungen sollte auch in schwierigen finanziellen Zeiten bewusst sein, welchen Wert kulturelle Teilhabe für unsere demokratische Gesellschaft hat, und wie wichtig es ist, die Jugendkunstschulen zu stärken und weiter zu entwickeln. Das Land jedenfalls ist sich seiner Verantwortung bewusst“, so der Abgeordnete Manfred Geis.

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